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Wohnen: Neue Heimat auf Zeit

Wohnen

Neue Heimat auf Zeit

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    Alles meins: Vanessa Höss hat sich im neuen Studentendorf an der Uni schon gut eingerichtet.
    Alles meins: Vanessa Höss hat sich im neuen Studentendorf an der Uni schon gut eingerichtet. Foto: Foto: Peter Fastl

    Vanessa Höss aus Kempten ist erleichtert. Sie hat einen Platz im neuen Studentendorf an der Uni bekommen. „Ich wollte nicht nur in Augsburg studieren, sondern unbedingt auch in Augsburg wohnen“, sagt die Pädagogikstudentin. Ein berechtigter Wunsch, findet man beim Studentenwerk. Zum Start des Wintersemesters wurde gestern die neue Wohnanlage mit 301 Plätzen an der Bürgermeister-Ulrich-Straße offiziell eröffnet.

    „Die Fertigstellung des Wohnheims fällt ideal mit dem doppelten Abiturjahrgang zusammen“, freut sich Doris Schneider, Geschäftsführerin des Studentenwerks. Bislang galt Augsburg als unterversorgt mit Wohnheimplätzen. Und auch mit dem neuen Studentendorf an der Uni werde der bayernweit angestrebte Versorgungsgrad von rund 15 Prozent der Studenten noch nicht erreicht, sagen Experten. Allerdings sind die langen Wartelisten auf einen Wohnheimplatz mit dem neuen Angebot deutlich kürzer geworden.

    Die Wohnanlage ist zwischen der Uni und dem Landesamt für Umwelt angesiedelt. Das Stuttgarter Büro „Drei Architekten“ hat sie mit insgesamt elf Gebäuden ähnlich wie ein Dorf errichtet. Ein Ziel des Konzepts sei, Kontakte, Nachbarschaften und Freundschaften zu fördern, sagt Planer Kai Haag. Zum Einstand stiftete er einen Grill, den Studenten ausleihen können.

    Wie wichtig neben dem Studienplatz eine preisgünstige Bleibe ist, sprach Hochschulpräsident Hans-Eberhard Schurk an. „Wer junges Leben haben will, muss bezahlbaren Wohnraum bieten.“ Augsburg entwickele sich mit steigenden Studierendenzahlen immer mehr zur Studentenstadt. Die jungen Leute sollen sich aber nicht nur an den Hochschulen wohlfühlen. „Wichtig ist auch, dass Augsburg als Studienort Heimat wird“, so Schurk.

    Das Studentendorf sei eines der größten Bauvorhaben in der Geschichte des Augsburger Studentenwerks, sagt Verwaltungsratsvorsitzender Nicolaus F. Kummer. Zwar vergingen bis zur Realisierung mehr als 20 Jahre. Zuletzt wurde das Wohnheim aber in nur 16 Monaten hochgezogen. Eine Leistung, die auch Josef Poxleitner, Chef der Obersten Baubehörde im Innenministerium würdigte. Gestern bekam das Studentendorf auch noch einen multireligiösen Segen von katholischen, evangelischen, islamischen und buddhistischen Geistlichen.

    Studentin Vanessa Höss aus Kempten freut sich unterdessen darauf, in Augsburg neue Freunde zu finden. Einen netten WG-Nachbarn hat sie schon kennengelernt – Dominik Ganswohl, der an der Hochschule studiert. Wie der Zufall es will, stammt auch er aus Kempten.

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