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Ärger über Vandalismus am Dorfplatz in Augsburg-Inningen

Inningen

Vandalismus am Dorfplatz in Inningen empört die Bürger

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    Zersplitterte Glasscheiben und Graffiti am Musikpavillon sind am Inninger Dorfplatz zu registrieren.
    Zersplitterte Glasscheiben und Graffiti am Musikpavillon sind am Inninger Dorfplatz zu registrieren. Foto: Annette Zoepf

    Die neue Wohnbebauung am Inninger Dorfplatz ist mit dem zweiten Häuserblock des Wohnbauprojekts weit fortgeschritten. Eine Augsburger Immobilienfirma baut hier das „Singoldquartier“ mit insgesamt 16 Wohnungen von drei bis sechs Zimmern Größe, mit Wohngärten, Balkonen und einer Tiefgarage. Im vorderen Bereich grenzt der Neubau an den Inninger Dorfplatz, die Bewohner werden einen unverbaubaren Blick auf die Kirche genießen können – und auf den Dorfplatz. Zum Herbst 2025 sollen auch diese Wohnungen bezugsfertig sein.

    Die Arge Inningen hat den Bücherschrank versetzt

    Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Inningen (Arge), Peter Oßwald, beklagte in letzter Zeit aber mehrfach Vandalismus auf dem zentralen Dorfmittelpunkt zwischen Kirche und Pfarrheim. Der Bücherschrank sei beschmiert worden, diese Kritzeleien wurden bereits entfernt. Man handelt: Der Bücherschrank wurde nun örtlich näher zum Eingang auf den Platz versetzt, neben die zwei geschwungenen Sitzbänke, die zum Schmökern einladen.

    Durch die größere Nähe zu Gehweg und Straße verspricht sich Peter Oßwald bessere soziale Kontrolle, auch durch den zukünftigen Bezug der Neubauwohnungen direkt am Dorfplatz, von denen aus man den Überblick hat. Beschädigt wurden auch die Lampen und alle Glasscheiben des Musikpavillons – sie wurden zerschlagen und mit Graffiti beschmiert. Fast wie Einschusslöcher sehen die Beschädigungen zum Teil aus, großflächige Zersplitterungen sind sichtbar.

    Der Dorfplatz in Inningen ist ein Ort zur Entspannung

    Die Arge Inningen diskutierte unlängst bei ihrer Sitzung die mögliche Anbringung von Kameras auf dem Platz, so Oßwald. Sie möchte diese Idee bei der Stadt Augsburg als Eigentümerin des Platzes vortragen. Die großflächigen Beschädigungen sind auch Familie Eberl aus Haunstetten aufgefallen. Sie nutzt zu viert den Platz neben dem Bücherschrank auf ihrer Familien-Radtour für eine Pause zum Eisessen. Die Eberls hatten sich aus dem Eisautomaten um die Ecke Bauernhof-Eis geholt. Nun schmökern Mutter, Vater und die zwei Söhne in Büchern aus dem Bücherschrank und ruhen sich auf den Sitzbänken aus. Das Ehepaar Eberl bedauert, dass der Platz Opfer von Vandalen wurde.

    Nach dem Abbruch des früheren landwirtschaftlichen Anwesens an der Bobinger Straße gegenüber der Kirche St. Peter und Paul hatte Anfang der 2000er Jahre damals Stadtrat Willi Leichtle den Kauf des Grundstücks durch die Stadt vorangetrieben. Ein Verein zur Gestaltung einer neuen Dorfmitte gründete sich 2005 mit dem Dorfplatzverein Inningen und trieb die Finanzierung voran, sodass ab Oktober 2007 der Dorfplatz mit seinem überdachten Musikpavillon, den dem Gelände angepassten großen Stufen und dem Trinkwasser-Brunnen aus dem Jahr 2011 errichtet werden konnte. Der Dorfplatzverein löste sich nach Erreichen seines Vereinszieles im Jahr 2018 auf. Die ARGE Inningen ist hier nach wie vor aktiv. Sie bespielt den Platz zum Ende des Sommers mit einem gemeinsamen Fest.

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