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Augsburg
25.04.2022

4500 Überstunden: Baureferent fordert mehr als 200.000 Euro von der Stadt

Baureferent Gerd Merkle geht 2023 in Ruhestand. Für rund 4500 Überstunden, die er bei der Stadt gemacht hat, fordert er nun über 200.000 Euro.
Foto: Silvio Wyszengrad

Plus Bevor er in Augsburg Referent wurde, sammelte Gerd Merkle einen Berg von Überstunden an. Einige Stadträte sind verwundert, die Verwaltung will nun Konsequenzen ziehen.

In gut einem Jahr wird sich Augsburgs Baureferent Gerd Merkle (63) in den Ruhestand verabschieden - drei Jahre vor Ablauf der aktuellen Regierungsperiode. Der CSU-Politiker hatte bald nach der Kommunalwahl 2020 angekündigt, dass er nach zwölf Jahren als Baureferent nur noch eine halbe Amtszeit anhängen wolle. Insoweit ist sein Rückzug für die Stadtspitze keine Überraschung. Anders könnte es mit einer Forderung aussehen, die der Referent nun an die Verwaltung gestellt hat: Für rund 4500 Überstunden, die während seiner Zeit in leitender Position in der Bauverwaltung angefallen sind, hat er die Auszahlung von über 200.000 Euro beantragt. Die Stadt hat den Fall zur Überprüfung an die Regierung von Schwaben weitergeleitet.

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Die Diskussion ist geschlossen.

23.04.2022

Wenn ich als normaler Beamter mehr als 80 Überstunden aufbaue dann bekomme ich schon Probleme mit meinem Vorgesetzten und muss das ändern. Aber die "Wichtigen" können sich anscheinend alles erlauben.

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23.04.2022

Was an "Die Forderungen Merkles sind durch Dienstvereinbarungen gedeckt" haben Sie nicht verstanden?

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23.04.2022

"Lediglich die Tatsache, dass Merkle die mehr als 200.000 Euro auch versteuern müsse, habe manche überhaupt zum Zustimmen bewogen."

Das ist die wohl dümmste vorstellbare Gundlage für eine Entscheidung. Darum geht es in der Sache doch überhaupt nicht.

"Die bisher gängige Praxis, Stundenlisten über das Computerprogramm Excel zu führen, die dann von den Vorgesetzten abgezeichnet werden, soll damit abgelöst werden."

Es gibt nicht zu wenig Personal, es gibt zu wenig effiziente Prozesse.

In der Zeit, in denen 2 Personen (Angestellter und Vorgesetzter) mit Excelerfassung, Kontrolle, Abzeichnen und Ablage beschäftigt sind, wird nichts für den Bürger erledigt. Man verwaltet sich einfach selbst. Klar das bei solchen Arbeitsabläufen die eigentliche Arbeit liegen bleibt und Überstunden aufgebaut werden.

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23.04.2022

Auch Sie Herr P. verstoßen permanent gegen das Arbeitszeitgesetz, das aussagt die Regelarbeitszeit
pro Tag beträgt 8Std. 10Std.dürfen nur in wenigen Ausnahmefällen überschritten werden und die wöchentliche Höchstarbeitszeit beträgt 48Std.
Was treibt Sie an ohne Bezahlung oder Stundenabbbau in Freizeit zu arbeiten?

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23.04.2022

Seltsam, dass jetzt alle so überrascht tun. Das Langzeitkontenmodell wurde doch genau aus diesem Grunde eingeführt. Die Idee dürfte gewesen sein, dass zum einen Mitarbeiter nicht gezwungen sind, in Phasen, in denen ihre Abwesenheit nicht verantwortbar ist, aufgelaufene Überstunden ‚abzufeiern‘ und zum anderen die Stadt finanziell dadurch zu entlasten, dass diese auch nicht ausbezahlt werden müssen. Vielmehr hängen die Beamten und Angestellten diese ans Ende ihrer Arbeitslaufbahn und gehen dann eben Monate früher in Pension/Rente.

Geht (aber eher unauffällig), zu Lasten derjenigen, die die Arbeit der Ausscheidenden mitmachen müssen (die offiziell noch da sind) und der Bürger, deren Anliegen verzögert bearbeitet werden. Insofern natürlich diskussionswürdig. Nur warum erst jetzt?

Dass Merkle allerdings nicht früher gehen können soll, weil er nun mehr verdient, ist nicht nachvollziehbar. Dadurch reduzieren sich einfach seine Stunden. Das lässt sich doch umrechnen. Für den Rest, den er nicht mehr früh genug ausscheiden kann, wird er entschädigt. Das muss wohl so sein. Denn darauf darf er vertrauen.

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22.04.2022

Abgesehen von allem andern, ein Stundenlohn von 44.44€ echt krass.... Ich mache jeden Monat mindestens 50 Stunden über meinen eigentlichen Stundensatz und bekomme keine einzige Stunde ausbezahlt! Was sich auch NICHT auf meine Rente auswirkt. Er ist BEAMTER und bekommt alles (edit/Ausdrucksweise/NUB 7.2). Dann hätte er die Regelarbeitszeit beachten sollen!!!. BEAMTE DAS GEHÖRT ABGESCHAFFT

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23.04.2022

"Ich mache jeden Monat mindestens 50 Stunden über meinen eigentlichen Stundensatz und bekomme keine einzige Stunde ausbezahlt!"

Schlecht verhandelt, selber schuld...

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22.04.2022

Man sollte mal zusammenzählen, wieviel Überstunden die Augsburger Bürger in Staus vor unbegreiflichen Dauerbaustellen verbracht haben, die von diesem Baureferenten veranlasst wurden. Man denke nur an die Sperren in der Karlstraße oder bei MAN. Grade fertig, wieder neu aufgerissen, wieder je ein Jahr Stau. Bitte gegen die Forderungen gegen rechnen. Gut, dass er früher geht.

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22.04.2022

Schrecklich in so einer Position Std zu schreiben über eine so lange Zeit! Gilt für solche Menschen kein Arbeitszeitgesetz????
Es ist sehr dreist jetzt sein Stundenkonto mit Geld auszugleichen! Schickt Ihn sofort nach Hause das er „seine“Stunden abfeiern kann.
Von Seiten der Stadt Überstunden mit Corona und dem Krieg zu rechtfertigen ist sehr Fragwürdig.
Die Personaldecke ist einfach zu dünn, hier werden Arbeitsgesetze aussen Vorgelassen und das von einer Kommune!
In der heutigen Zeit Arbeitszeit über Exellisten zu erfassen, ist Steinzeit.
Es interessiert niemand von den Verantwortlichen wie 6000 Beschäftigte mit Ihrer Tariflichen Arbeitszeit umgehen.Es ist. Sehr traurig wie die Stadtverwaltung mit der Gesundheit ihrer Beschäftigten umgeht.

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23.04.2022

Was hat das mit Krieg und Corona zu tun????????

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22.04.2022

A 16 - Treffer, Schlachtschiff versenkt...

So kommt´s wenn man am Personal spart und stattdessen ein Problem mit Überstunden- und Lebensarbeitszeitkonten in die Zukunft verschiebt. Herr Merkle ist bei der Stadt nur die (relativ extreme) Spitze eines gewaltigen Eisbergs an aufgelaufenen Überstunden der meistens zulasten des anderen Personals geht, weil die meisten Leute lieber dann durch genommene Überstunden vor der Rente früher zuhause bleiben bei vollem Gehalt als sich die versteuerte Auszahlung zu nehmen.

Bei 4500 Überstunden in 14 Jahren sind bei 1600 Jahresstunden in etwa 320 Stunden pro Jahr, oder anders ausgedrückt, eine Arbeitsbelastung von 125% über 14 Jahre hinweg. Man hat sich also in diesem Bereich eine Viertelstelle über 14 Jahre erspart.

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