Anselm Brieger, Sprecher der Augsburger Berufsfeuerwehr, sagt, man könne keine pauschalen Aussagen treffen: "Ob es sinnvoll ist, Wasser aus den Kellern zu pumpen, muss man im Einzelfall entscheiden." Die Freiwillige Feuerwehr in Haunstetten warte ab, da vielerorts Grundwasser nachkomme. "Das gleicht einer Sisyphusaufgabe", sagt Brieger. Als betroffener Bewohner könne man in zwei bis drei Tagen die Feuerwehrkräfte vor Ort kontaktieren, damit diese helfen könnten.
Stadt Augsburg warnt vor nachdrückendem Grundwasser
Auch die Stadt Augsburg hält sich mit eindeutigen Empfehlungen zurück. Auf Anfrage unserer Redaktion sagt Ordnungsreferent Frank Pintsch (CSU), wenn Grundwasser zu Wasser im Keller geführt habe, müsse beim Abpumpen aufgepasst werden. Es bestehe die Gefahr, dass die Bodenwanne durch nachdrückendes Wasser Schaden nehme. Gleichzeitig sollte das Wasser nicht länger als unbedingt nötig im Keller bleiben, da die Bausubstanz darunter leide, so Pintsch. "Grundsätzlich gilt: Kein Gegenstand ist so wertvoll wie ein Menschenleben. Betreten Sie bei schnell steigendem Wasser niemals den Keller, um Ihr Hab und Gut zu retten."
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Flüsse und Bäche in und um Augsburg treten über die Ufer, in der Messe wurde eine Notunterkunft für Menschen eingerichtet, die ihre Häuser und Wohnungen räumen mussten.
Deutlicher wird das Landratsamt Aichach-Friedberg: "Keller, die mit klarem Grundwasser voll laufen, sollen vorerst nicht abgepumpt werden." Durch Hochwasser verändere sich die Fließrichtung des Grundwassers. Anstatt zum Fluss hin, ströme es unterirdisch Richtung Land. Übersteige dieses Grundhochwasser das Niveau des Kellerbodens, entstünden Auftriebskräfte, die von außen auf das Gebäude wirkten. "Bitte pumpen Sie Grundhochwasser daher erst ab, wenn der Stand des Grundwassers niedriger ist als die Bodenplatte des Hauses. Andernfalls kann die Bodenplatte durch nachdrückendes Wasser unterspült werden und Schaden nehmen, was zu Beeinträchtigungen der Statik führen kann", so das Landratsamt.