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Augsburg: Ärger um rasende Radler auf den Uferwegen an Lech, Wertach und Kuhsee

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Ärger um rasende Radler auf den Uferwegen an Lech, Wertach und Kuhsee

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    In Augsburg kommt es zu vielen Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern, etwa im Bereich des Kuhsees.
    In Augsburg kommt es zu vielen Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern, etwa im Bereich des Kuhsees. Foto: Roland Weihrauch, dpa (Symbol)

    Eine Klingel? Haben viele E-Bikes offenbar nicht. Oder die Fahrer wollen sie nicht benutzen, der Eindruck kann jedenfalls entstehen. Wenn ein Lastenfahrrad mit knapp 30 Kilometern pro Stunde von hinten an einem vorbeidonnert, bleibt einem fast das Herz stehen. Erst recht, wenn man mit einem kleinen Kind oder einem Hund unterwegs ist. An Lech und Wertach, aber auch am Kuhsee, kommt es immer wieder zu unschönen Begegnungen zwischen Radlern und Fußgängern. Und gegenseitige Rücksichtnahme, das zeigt unsere Recherche, scheint vielen schwer zu fallen.

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    13 Kommentare
    Jochen Hoeflein

    Leider ist es heute vermehrt üblich, dass Radfahrer zu eng an Fussgängern ohne vorheriges Klingeln oder Abbremsen vorbei fahren. Oder bei vielen Fahrrädern fehlt eine Klingel oder bei Rennrädern die Beleuchtung ganz. Und sich dann noch beschweren wenn es zu Kollisionen oder fast Kollisionen kommt. Durch eine einseitige Pro Rad Lobby werden derartige Verhaltensformen noch gefördert. Bei E Bikes kommt noch hinzu, das viele das Gefahrenpotential für sich selbst und Fussgänger durch das hohe Eigengewicht, die höhere Geschwindigkeit unterschätzen. Zusätzlich fehlt es den Fahrern mitunter an der nötigen Erfahrung im Umgang mit E Bikes und zu geringes Reaktionsvermögen.

    Klaus-Peter Dörr

    "Schnellfahr-Radler (dank Pedelc) oder rücksichtslose E-tretrollerfahrer gibt es auch im Wittelsbacher Park, Ja auch auf Wegen wo so ein komisches Verkehrsschild ( Kinder an die Hand nehmen?) steht. Auf den Straßen wird auf dem Gehweg gefahren da da ber Belag glatter als auf der Fahrbahn ist. Natürlich wird der Fußgänger da weggeklingelt da ja der Radfahrer behindert wird. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten wo sich der für das Viertel zuständige Streifenpolizist da die Ventile hat zeigen lassen wenn man wo gwefahren ist, wo das nicht so ganz legal war.. Aber heute Lastenfahrrad insbesondere mit Kind ist ja der Freibrief für alles. Nicht falsch verstehen - es gibt auch genügend Radfahrer / innen, die anständig fahren. Aber irgendwie gefühlt werden die "Rambos /Rambienen immer mehr. Wenn ich als Erwachsener schon auf einem ausgewiesenen Fußweg fahre dann doch bitte rücksichtsvoll.

    Werner Scherer

    Mit welchem Recht geht Frau Massinger provokant in der Wegmitte? Im Siebentischwald besteht eine Leinenpflicht, wird von vielen einfach ignoriert. Lange Leinen sind eine Gefahr für alle anderen Verkehrsteilnehmer, den diese werden schlecht gesehen. Fußgänger gehen, auf Wegen die von Radfahrern mitbenützt werden dürfen, nebeneinander und reagieren bei Einsatz einer Klingel nicht oder sehr unwirsch. Rücksichtnahme und Toleranz gilt für alle!

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    Brunhilde Koch

    auch wenn die Leinenpflicht gerade nicht das Thema ist, mit den anderen Argumenten bin ich absolut bei Ihnen. Gerade die Flexileinen sind eine Gefahr. Und eine Reaktion auf ein Klingeln kommt oft überhaupt nicht,, oder anders als erwartet, nämlich derart, dass man beschimpft wird. Auch Fußgänger könnten ein wenig Rücksicht nehmen, nicht nur für sich einfordern

    Maja Steiner

    Richtig. Hundeleinen, vor allem die flexiblen sind oft sehr schlecht wahrnehmbar. Warum sind Sie dann so scharf, dass die Hunde angeleint werden? Mir ist jeder Hund, der unter Einwirkung folgt, lieber als ein ungehorsamer angeleinter. Es ist allerdings für Hund und Mensch keine Freude, wenn man den Hund knappest bei sich laufen lassen muss, damit er ja den Radfahrern nicht im Wege ist oder überfahren wird. Unlängst war ich auf einem solchen gemeinsam zu nutzenden Uferweg. Darauf kann man wirklich verzichten. Das ist Stress pur - nicht nur in der Innenstadt. Thema Klingel: Fahrradfahrer haben auf einem gemeinsamen Geh- und Radweg keinen Vorrang und dürfen Fußgänger nur überholen, wenn diese sie nach einem Klingeln bemerkt haben. Notfalls müssen sie ihr Tempo auf Schrittgeschwindigkeit reduzieren. Man kann so und so klingeln. Ein sanftes Bing - während man sich annähert oder ein aggressives Klingelingeling. Über ein Bing hat sich noch nie jemand beklagt und ein Dankeschön freut ..

    Brunhilde Koch

    Wer mit freilaufenden Hunden schon schlechte Erfahrung gemacht hat, freut sich darüber, wenn der Vierbeiner angeleint ist. Ein freundliches Danke gibt es von mir, wenn jemand seinen freilaufenden Hund zu sich ruft, und das Klingeln betreffend. Es ist ein einfaches "Bing", gerade wenn es enger wird Das hat nichts mit "Weg freiklingeln" zu tun Und tritt jemand zur Seite, bedanke ich mich Ich selbst würde es begrüßen, wenn sich Radfahrer, die von hinten kommen, bemerkbar machen würden und nicht einfach mit knappem Abstand an mir vorbei rasen würden Darüber bin ich selbst schon zur Genüge erschrocken Und wie schon geschrieben, Rücksicht ist keine Einbahnstraße

    Walter Betz

    "Es sei bedauerlich, dass vor allem schnelle Räder oft keine Klingel besäßen. „Aber dann muss ich eben noch vorsichtiger sein und im Zweifel auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen“, so der Radlobbyist. " (Zitat) Es ist zwar sehr gut gemeint, geht an der Realität oft vorbei. Zum Kommentar von Werner Scherer. Das ist ein typischer Radfahrer Kommentar. Der Fußgänger mit Kindern ist immer der schwächere Verkehrteilnehmer und um den Leinenzwang gehts in dem Artikel gar nicht, sondern um die Rücksichtnahme gegenseitig. Aber in der heutigen Gesellschaft gehts nur noch um das Recht des Stärkeren. Eigentlich schade.

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    Werner Scherer

    Ja ich fahre Rad Normales und E bike, bin auch Fußgänger fahre ab und an Auto und sogar Motorrad. Was ich nicht gerne Fahre sind öffentliche Was ist an meinem Kommentar typisch? Ich sehe hier einfach Realitäten.

    Christine Kamm

    Ich bin nahezu täglich sowohl mit unserem Jagdhund wie auch mit dem Fahrrad an der Wertach unterwegs und mache fast nie schlechte Erfahrungen. Auch sehe ich keine Fakten, die bestätigen würden, dass heute weniger Rücksicht genommen wird. Raimund Kamm

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    Gerald Drews

    Lieber Herr Kamm, da muss ich Ihnen leider widersprechen. Ich habe meinen Hund immer sehr kurz angeleint eng bei mir und erlebe oft - vornehmlich im Ulrichsviertel - wie auf dem schmalen Bürgersteig an uns vorbeigerast wird. Weil Radweg ist halt Kopfsteinpflaster. Erst vor kurzem wieder eine junge Frau - mit Karacho und 20 cm Abstand: Als sie vor dem Ulrichshaus ihr Rad abstellte und ich sie ansprach, musste sie erstmal ihre Kopfhörer aus dem Ohr pulen. Und das ist beileibe kein Einzelfall. Spazierengehen mit Hund in der Stadt ist Stress pur.

    Axel Wester

    Stellen sie sich vor, sie fahren Fahrrad auf einer öffentlichen Straße - da wo Autos und Fahrräder gleichberechtigt sind - und jedes Auto hupt sie vor dem Überholen erst einmal von hinten an. Sie würden sich jedes mal erschrecken und erwarten, dass die KFZ sie so überholen, dass niemand gefährdet wird. Auf dem Uferweg ist die Situation nicht anders, nur dass die Radfahrer hier die "stärkeren" Benutzer sind. Die Radfahrer sind dann diejenigen, die mit höherer Geschwindigkeit von hinten kommen und die Fußgänger diejenigen, die hinten keine Augen haben und auf die Rücksicht genommen werden muss. Der verständliche Wunsch der Radfahrer nach sportlicher Betätigung muss dann zurückstehen, wenn schwächere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Punkt. Die Fahrradklingel ist wie die Hupe zur Warnung vor Gefahren gedacht. Sicher nicht dazu, sich den Weg frei zu klingeln wenn gerade zu viele unterwegs sind.

    Rebecca Ludewig

    Ich kann hier nur Karl Valentin mit dem "Podcast" Straßenverkehrsordnung empfehlen.

    Herbert Lenz

    Ich bin Radfahrer. Aber ich weiß, daß mir Straßen und Wege nich alleine gehören. Und wenn ich von hinten an Fußgänger heranfahre, gebe ich ein akustisches Zeichen. Der Fußgänger dreht sich um und läßt mich passieren. Mit einem "Danke" ist die ganze Situation erledigt. Leider gibt es unter uns Radfahrern auch solche die meinen, daß ihnen die Straßen und Wege alleine gehören, eine Straßenverkehrsordnung für alle gilt nur nicht für sie und die nach dem Motto leben: "Hoppla, jetzt komm ich". Zu denen möchte ich nicht gehören. Herbert Lenz, Gersthofen

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