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Augsburg: Augsburgs künftiger Baureferent macht sich mit der Stadt vertraut

Augsburg

Augsburgs künftiger Baureferent macht sich mit der Stadt vertraut

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    Baureferent Gerd Merkle (CSU, li.) und sein designierter Nachfolger Steffen Kercher im Dialog: Kercher tritt das Amt am 1. Mai an, bis dahin arbeitet er sich ein.
    Baureferent Gerd Merkle (CSU, li.) und sein designierter Nachfolger Steffen Kercher im Dialog: Kercher tritt das Amt am 1. Mai an, bis dahin arbeitet er sich ein. Foto: Silvio Wyszengrad

    Der Terminkalender des künftigen Baureferenten Steffen Kercher ist schon ähnlich dicht getaktet, wie der des amtierenden Baureferenten Gerd Merkle (CSU): Kercher, der Merkle zum 1. Mai ablösen wird, hat Anfang Januar seinen Dienst angetreten und ein Büro neben Merkles Chefzimmer bezogen. Er ist bei so gut wie allen Besprechungen dabei und macht seine Vorstellungsrunde durch die Ämter der städtischen Bauverwaltung. Merkle, der zur Halbzeit der Regierungsperiode auf eigenen Wunsch aufhört, hatte dieses Vorgehen vorgeschlagen.

    Augsburger Baureferat: Wechsel in der laufenden Periode

    Es ist das erste Mal in der jüngeren Stadtgeschichte, dass ein Referat während einer laufenden Regierungsperiode neu besetzt wird und nicht direkt nach einer Kommunalwahl. Man könne mit diesem Vorgehen für mehr Kontinuität sorgen, wirbt Merkle für eine Ausdehnung des Modells auch auf andere Referate. Andernfalls entstünden immer Leerzeiten, wenn der alte Referent geht und der neue Referent nach der Kommunalwahl ohne große Vorbereitung ins kalte Wasser springen muss. 

    Merkle sagt, bei manchen Projekten sei es wichtig, die Vorgeschichte zu kennen. In Themen wie der Theatersanierung oder der Entwicklung von Haunstetten-Südwest wird sich Kercher in den kommenden Monaten einarbeiten. Und wenn es um Überlegungen für Weichenstellungen der nächsten Jahre geht, sitzt Kercher auch schon mit am Tisch, auch wenn Merkle nach wie vor Amtsinhaber ist. "Es gibt Dinge, die ich heute entscheiden könnte, aber von denen Steffen Kercher ab Mai betroffen wäre", so Merkle. Hier komme es auf eine gewisse Abstimmung an. 

    Jetziger und künftiger Referent: Merkle und Kercher stimmen sich ab

    Kercher, der zuletzt in der Münchner Bauverwaltung als Abteilungsleiter für große Projektvorhaben, etwa neue Wohngebiete, tätig war, will sich in den kommenden Monaten mit der Stadt vertraut machen. "Es ist ein Privileg, alles in Ruhe kennenlernen und überall reinschnuppern zu dürfen", so Kercher. Jede Stadt und ihre Verwaltung und Bürgerschaft tickten ein wenig anders. Neben der Einarbeitung in die Materie sei es ihm ein besonderes Anliegen, mit Bürgern und Bürgerinnen zusammenzukommen. In Kerchers Amtszeit werden neben laufenden Projekten wie der Theatersanierung auch die Verabschiedung und Umsetzung des neuen Mobilitätsplans, der als Strategiepapier für den Verkehr der Zukunft dient, fallen. 

    Die Stadt hatte sich bei der Ausschreibung der Stelle, auf die es um die 15 Bewerber und Bewerberinnen gab, darauf festgelegt, das bisherige Baureferat in seinem Zuschnitt fortzuführen. Die Überlegungen für ein Mobilitätsreferat, eine Wahlkampfforderung von Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU), wurden zurückgestellt. Nach der Corona-Pandemie habe es Priorität, eine funktionierende Verwaltung sicherzustellen, statt sich mit Umbauten zu beschäftigen, die Kapazitäten binden, so Weber.

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