Am Hochablass wird nach jedem Hochwasser deutlich, wie dramatisch die Lage ist: Die Gründungspfähle des alten Hochablasswehres, das 1910 bei einem Hochwasser weggeschwemmt wurde, ragen inzwischen fast einen halben Meter aus dem Flussbett, und nach jedem Hochwasser scheinen sie ein wenig zu wachsen. Doch in Wahrheit tragen die Wassermassen das Kiesbett, in dem die Pfähle früher vollständig begraben waren, Stück für Stück ab. Das Problem hat der Lech schon seit Jahrzehnten zwischen Mandichosee und Wertachmündung, weil wegen der Staustufen kein Schotter mehr aus den Alpen nachkommen kann. Doch inzwischen spitzt sich die Lage zu. Auf Höhe der Ulrichsbrücke in Lechhausen hat sich der Lech seit 2019 um 70 Zentimeter tiefer gelegt und liegt 1,20 Meter unter dem ursprünglichen Niveau.
Augsburg
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