Der Anbau der Klinik Vincentinum liegt in Sichtweite der Kahnfahrt.Foto: Michael Hörmann
In der Augsburger Jakobervorstadt gibt es in Sichtweite zueinander derzeit zwei Bauprojekte. In den Anbau der Klinik Vincentinum wird ein Millionenbetrag investiert, die Arbeiten sind in vollem Gang und das Gebäude nimmt Gestalt an. Wer daran vorbeiläuft, erkennt die Dimension. Wenig zu sehen ist hingegen von einem zweiten Bauprojekt, das im nächsten Jahr angepackt werden soll. Die Stadt Augsburg möchte die beliebte Ausflugsstätte Kahnfahrt modernisieren. Der bisherige Pächter Bela Balogh hat aufgehört. Es gibt Pläne, das Areal auf dem Hügel mit einem Kiosk neu zu bespielen. Zu den Kosten gibt es derzeit keine Angaben.
Der Lechfischereiverein hat das Areal nahe der Kahnfahrt von der Stadt gemietet. Man erkennt im Winter auch das Vereinsgebäude am Hang.Foto: Silvio Wyszengrad
Stattdessen plant die Stadt auf einem etwas versetzt gelegenen Areal eine neue gastronomische Nutzung umzusetzen. Ein Biergarten mit Kiosk gilt als Option. Haken: Derzeit ist dieser Bereich an den Lechfischereiverein vermietet. Deshalb ist das Gelände öffentlich nicht zugänglich. Stadt und Vertreter des Vereins sind im Austausch. In den Wintermonaten ist zumindest für Spaziergänger offenkundig, wo der Standort für die Gastro liegen soll. Das Laub an den vielen Bäumen ist weg. Das Gebäude oben am Hang wird sichtbar.
Am Vincentinum entsteht ein mehrgeschossiger Neubau
Deutlich mehr zu sehen ist an der Großbaustelle beim Vincentinum. Der mehrgeschossige Neubau wird errichtet. Ein älteres Gebäude war in diesem Jahr abgerissen worden. Noch bis ins Jahr 2024 sind die Bauarbeiten angesetzt. Eine Sprecherin der Klinik sagt: "Wir rechnen damit, dass der Klinikanbau Ende 2024 fertig sein wird." Der Krankenhausbetrieb ist von der Großbaustelle nicht beeinträchtigt. Stören könnte allenfalls der Lärm einer Baustelle, heißt es. Betont wird, dass das Vincentinum zu jeder Zeit einsatzbereit sei. Auf die Aufnahme von Patientinnen und Patienten habe das Bauvorhaben keine Auswirkung. Zur Höhe der Investition werden keine Angaben gemacht.
Der Anbau am Krankenhaus Vincentinum nimmt Gestalt an.Foto: Michael Hörmann
Das Krankenhaus in der Jakobervorstadt hat eine große Tradition. Vor knapp 120 Jahren eröffneten die Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul die Klinik Vincentinum mit 50 Betten und den Fachrichtungen Augenheilkunde, Chirurgie, Gynäkologie und Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Mittlerweile hat die Klinik 248 stationäre Betten und 48 Plätze in der Tagesklinik. Die Artemed Gruppe ist im Jahr 2017 als Träger des Gesundheitsparks und der Klinik Vincentinum mit ihren Tochtergesellschaften eingestiegen. Pro Jahr werden rund 20.000 Patientinnen und Patienten stationär und ambulant betreut.