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Augsburg: Die große Liebe und andere dringende Bedürfnisse müssen warten

Augsburg

Die große Liebe und andere dringende Bedürfnisse müssen warten

Michael Hörmann
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    Weihnachten ist vorbei, die Blockflöte kann weg. Die große Liebe muss dagegen noch warten - ebenso wie dringende Bedürfnisse.
    Weihnachten ist vorbei, die Blockflöte kann weg. Die große Liebe muss dagegen noch warten - ebenso wie dringende Bedürfnisse. Foto: Nicole Prestle/Michael Hörmann/Jan Kandzora

    Mit unserer Reihe „Augsburger Anekdoten“ erzählen wir kleine Geschichten mitten aus dem Leben unserer Stadt.

    Traumhochzeit. Neues Jahr, neues Glück. Ein Motto, das für verliebte Menschen aus Augsburg, die nicht verheiratet sind, hoffentlich gilt. Wenn man die richtige Person an seiner Seite weiß, steht einer Heirat meist auch nichts im Weg. Das Jahr 2026 könnte folglich mit einer Traumhochzeit beginnen. Klar ist aber auch, dass Standesbeamte an Neujahr frei machen. Erster Werktag im neuen Jahr war Freitag, 2. Januar. Für eine Trauung im Standesamt in der Maximilianstraße war es allerdings nicht der passende Termin. Das Amt hatte geschlossen. Nichts war es mit dem schnellen Glück im Jahr 2026.

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    Christbaumentsorgung. Alle Jahre wieder stellt sich für Menschen, die einen Christbaum zu Hause haben, die Frage, zu welchem Zeitpunkt die Tanne am besten entsorgt wird. Die Stadt Augsburg hilft. Sie holt Bäume vor der Haustür ab. Wer sich hingegen nur schwer von seinem Baum trennt, kann ihn auch in einem städtischen Wertstoffhof abgeben. Ungeachtet der feierlichen Stimmung unter dem Weihnachtsbaum findet in Augsburg eine stimmungsvolle Veranstaltung statt. Am Sonntag, 25. Januar, gibt es von 14 bis 15 Uhr auf der Wiese am Waldeingang in der Ilsungstraße den beliebten Weihnachtsbaum-Weitwurf. Die Teilnahme ist kostenlos und es bedarf keiner Anmeldung. Nur: Eigene Christbäume dürfen nicht mitgebracht werden.

    Christbäume in der Altstadt sorgen auch nach Heiligabend für eine wunderbare Stimmung.
    Christbäume in der Altstadt sorgen auch nach Heiligabend für eine wunderbare Stimmung. Foto: Michael Hörmann 

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    Wildpinkler-Wut. An der Frontscheibe des Gebäudes in der Maximilianstraße 11 hängt ein Zettel mit klarer Botschaft: „Bitte hier nicht pinkeln“, steht in gleich sechs Sprachen auf dem Papier, das versehen ist mit dem Symbol einer Überwachungskamera und einer Internetadresse, die zur Video-Plattform „Youtube“ führen soll. Allerdings: Auf den ersten Blick ist an dem Gebäude keine Kamera zu entdecken. Recherchiert man zu der Internetadresse, stößt man auf einen Fall aus dem Jahr 2015 in München: Damals hatten sich Anwohner in der Ledererstraße in der Nähe des Hofbräuhauses über Wildpinkler geärgert und auf diesem Wege versucht, sich zu wehren, wie die „Bild“ damals berichtete. Es wäre daneben wohl auch illegal, Menschen auf diese Art zu filmen und die Aufnahmen ins Internet zu stellen. Die Wut auf die Wildpinkler scheint in Augsburg aber ebenso groß wie vor zehn Jahren in München.

    In der Maximilianstraße machen Anlieger ihre Wut über Wildpinkler öffentlich.
    In der Maximilianstraße machen Anlieger ihre Wut über Wildpinkler öffentlich. Foto: Jan Kandzora

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    Weihnachten kann weg. Schluss mit „O du fröhliche“ und „Ihr Kinderlein kommet“. Weihnachten ist vorbei, der Christbaum nadelt und von den Plätzchen sind bestenfalls nur noch wenige Brösel übrig. Da kann, muss sich wohl ein Kind gedacht haben, endlich auch das Teil weg, das Jahr für Jahr unter dem Weihnachtsbaum zum Einsatz kommt, um die Verwandtschaft mit Melodien zu erfreuen. In einem öffentlichen Papierkorb in der Altstadt liegt dieser Tage einsam eine Blockflöte. Weggeworfen, vielleicht, weil man diesmal endlich gemerkt hat, dass dem Kind weder das Üben noch das Spielen Spaß macht. Oder ist sie aus Wut, dass die Lieder nicht funktioniert haben, an die Wand geflogen und gebrochen? Wir wissen es nicht. Nur so viel: 2026 bietet viele Gelegenheiten, um eine neue Blockflöte zu verschenken.

    Weihnachten ist vorbei, die Blockflöte hat ausgedient. Wenn da mal nicht die Darbietung zu schlecht war...
    Weihnachten ist vorbei, die Blockflöte hat ausgedient. Wenn da mal nicht die Darbietung zu schlecht war... Foto: Nicole Prestle
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