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Augsburg: Hitzewelle: Stadt verteilt Trinkwasserflaschen an Bedürftige

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Hitzewelle: Stadt verteilt Trinkwasserflaschen an Bedürftige

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    1200 wiederverwendbare Plastikflaschen wurden angeschafft, die nun an bedürftige Personen verteilt werden.
    1200 wiederverwendbare Plastikflaschen wurden angeschafft, die nun an bedürftige Personen verteilt werden. Foto: Klaus Rainer Krieger

    Wohnungslose oder aber suchtkranke Menschen halten sich oft im Freien auf. Genauso wie es im Winter spezielle Hilfsangebote für Bedürftige gegen die Kälte gibt, wird in Augsburg nun auch an Hilfe im Sommer gegen die Hitze gedacht. Die Stadt arbeitet im Hinblick auf den Klimawandel an einem Hitzeaktionsplan, der etwa mehr Bäume oder auch kühle Räume vorsieht. Für besonders gefährdete Personen präsentierte das Sozialreferat vorab schnelle Lösungen - etwa kostenlose Trinkwasserflaschen, die in sozialen Einrichtungen oder an einem Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet aufgefüllt werden können. 

    Die Stadt und Vertreter verschiedener sozialer Träger zogen bei diesem Projekt an einem Strang. Wenn obdachlose und suchtkranke Menschen Einrichtungen besuchen, werden sie dort mit Trinkwasser versorgt. "Die Mitarbeiter werden sensibilisiert, mit den Menschen darüber zu sprechen, was passieren kann, wenn sie zu lange der Hitze ausgesetzt sind und zu wenig trinken", erklärt Julia Hüther, Sachgebietsleiterin Besondere Wohnformen im Amt für Wohnbauförderung und Wohnen. Es werde aber nicht nur darüber gesprochen: Wer künftig etwa Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe von SKM, SkF, Caritas, Drogenhilfe Schwaben, Diakonie oder Johannitern besucht, bekommt auch etwas mit. "Wichtig war uns die Trinkflasche ´to go`", so Hüther, da die betroffenen Personen oft viele Stunden am Tag im Freien sind und auch dort mit Trinkwasser versorgt sein sollten. 

    Alexandra Lotz (Welterbe-Büro), Sozialreferent Martin Schenkelberg und Arnd Hansen (Kartei der Not) präsentieren die neuen Trinkwasserflaschen samt Faltplan, der über die Standorte der Trinkwasserbrunnen informiert.
    Alexandra Lotz (Welterbe-Büro), Sozialreferent Martin Schenkelberg und Arnd Hansen (Kartei der Not) präsentieren die neuen Trinkwasserflaschen samt Faltplan, der über die Standorte der Trinkwasserbrunnen informiert. Foto: Klaus Rainer Krieger

    Sozialreferent Martin Schenkelberg (CSU) sagte bei der Vorstellung des Projekts, dass man den Bedürftigen zu mehr Selbstfürsorge verhelfen wolle. "Sie sind der Sonne oftmals schutzlos ausgesetzt und nehmen Anzeichen einer Dehydration manchmal nicht wahr", so der Referent im Garten des Abbé-Pierre-Zentrums, einer Tagesstätte für alkoholkranke Menschen des Caritasverbands für die Stadt und Landkreis Augsburg. Für Caritas-Geschäftsführer Otto Bachmeier war die Mithilfe selbstverständlich: "Bei unseren Wärmeinseln im Winter konnten wir viele wichtige Erfahrungen sammeln." Diese gelte es nun auch im Sommer anzuwenden. So gebe es in den Einrichtungen auch kühle Räume, in denen sich Bedürftige aufhalten dürfen. Das Sozialreferat nahm sich ein Beispiel an der Stadt Bochum, die ebenfalls Trinkflaschen an Wohnungslose verteilt. Finanziert wurden nun 1200 Trinkwasserflaschen - Stadt, Caritas-Verband und die Stiftung Kartei der Not finanzierten sie gemeinsam. Zusätzlich zu den wiederverwendbaren Plastikflasche erhalten die Bedürftigen einen Faltplan, auf dem alle Trinkwasserbrunnen der Stadt verzeichnet sind. 

    "Wir hätten das Projekt gerne schneller auf den Weg gebracht, doch das hat leider nicht geklappt", sagt Julia Hüther. Die Trinkwasserflaschen würden ab sofort verteilt und so noch ins kommende Jahr hinein reichen. Die Hilfestellung ist nicht nur für Wohnungslose gedacht, sondern auch für die Menschen, die in Einrichtungen leben und sich dennoch viel im Freien aufhalten. 

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