In all der Fassungslosigkeit überkam Juri Heiser damals, als es losging, eine Sorge. Wie würde man nun, da der russische Überfall auf die Ukrainer begonnen hatte, auf ihn und die Seinen in Augsburg blicken? Heiser war lange Stadtrat für die CSU, er ist über Vereine wie die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland bestens vernetzt in der russischen Gemeinschaft. Er habe die Befürchtung, sagte er Ende Februar 2022, dass es in Augsburg zu Spannungen und Konfrontationen kommen könne – "innerhalb der Gemeinschaften, aber auch von außen". Und heute? Hat sich diese Ahnung bestätigt. Der Krieg hinterlässt Spuren – in Schulen, auf der Straße, im Alltag.
Augsburg