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"Haie eingeflogen": Anton Lotter erzählt vom legendären Schwabylon

Foto: Intervox

Um das einstige Schwabylon in München ranken sich viele Geschichten. Hinter dem Bau steckte ein Augsburger Visionär. Anton Lotter war sein Weggefährte. Er erinnert sich.

Er raste mit seinem BMW auf der A8 von Augsburg nach München. Anton Lotter stand unter Zeitdruck. Er musste Haifische retten. Die Aufregung ist lange her. Über 50 Jahre. Anton Lotter hatte in seinem Leben als Immobilien-Unternehmer viele Projekte, viel erlebt und viel gesehen. Aber das Schwabylon, das war schon einzigartig. Ein einst verrückter Bau im Münchner Stadtteil Schwabing, den man durchaus als größenwahnsinnig bezeichnen konnte. Eine Art Babylon eben, ein Ort des Gigantismus – nur in Schwabing. Hinter dem Schwabylon steckte ein Visionär, der aus Augsburg stammte. Das Projekt begann als eine vielversprechende Erfolgsgeschichte – und endete in einer großen Niederlage. Die Haie waren dabei das geringste Problem.

Anton Lotter breitet Zeitungsausschnitte und Unterlagen über das Schwabylon auf seinem Wohnzimmertisch aus. Der 87-Jährige hat alles aufgehoben und sorgfältig archiviert von damals, als das neue Erlebniszentrum im Norden Schwabings weit über München hinaus für großes Aufsehen sorgte. Im Jahr 1973 wurde der fensterlose, knallbunte Koloss an der Leopoldstraße mit großen Feierlichkeiten eröffnet. Das Schwabylon sollte mit seinen über 40.000 Quadratmetern Nutzfläche eine eigene Freizeitstadt in München werden. Die Fassade des riesigen Gebäudes war in gelb-rot-orange Farben getaucht, sie zeigte einen Sonnenaufgang. Im Rückblick war es wohl der Untergang. 

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