Vier Jahre, nachdem die Stadt einer Anwaltskanzlei im Höhmannhaus in der Augsburger Maximilianstraße 48 den Mietvertrag gekündigt hat, um zu sanieren, kommt Bewegung ins Projekt. In absehbarer Zeit soll die Elektrik in den Räumen so hergerichtet werden, dass die Kunstsammlungen dort ihre Büroflächen um zwölf Arbeitsplätze erweitern können. In den vergangenen Jahren standen die Räume leer, nachdem sich die Sanierung aus Geldmangel verzögerte. Ursprünglich war geplant gewesen, das gesamte Gebäude, das der Stadt 2004 vererbt worden war, zu sanieren. Allerdings musste das Vorhaben, das zwischen 1,2 und 1,5 Millionen Euro gekostet hätte, verschoben werden. Zuletzt war am Gebäude aber ein Gerüst angebracht.
Städtische Häuser in Augsburg sind in "teils schlimmem Zustand"
Im Liegenschaftsausschuss des Stadtrats wurde die Teilsanierung einstimmig beschlossen. Stadtrat Lars Vollmar (Bürgerliche Mitte) merkte an, dass die Häuser in der Maximilianstraße, die der Stadt Augsburg gehören, "in teils schlimmem Zustand" sind. Wie berichtet, hat die Stadt auch kein Geld für die Sanierung des Eserhauses in der Maximilianstraße 81. Zuletzt zeichnete sich als Lösung ab, dass der Bezirk Schwaben dort in einem Erbpacht-Modell einziehen könnte. Auch das ehemalige Konservatorium in der Maximilianstraße 59 ist sanierungsbedürftig.
Das Höhmannhaus war 2018 in den Schlagzeilen, nachdem Rechnungsprüfer dort das niedrige Mietniveau beanstandet hatten. Die Verwaltung des Höhmannhauses wurde von den Kunstsammlungen ans Liegenschaftsamt übertragen, das die Miete erhöhte. (skro)