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Diese Ideen haben Augsburger für Garten und Balkon im Frühjahr

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Pflanzen, pflegen, gießen: Diese Ideen haben Augsburger für Garten und Balkon im Frühjahr

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    Gabriele will im Betreuten Wohnen einen Efeu in einen Laubengang pflanzen.
    Gabriele will im Betreuten Wohnen einen Efeu in einen Laubengang pflanzen. Foto: Stefanie Schoene

    Samstag in der Gärtnerei Hartmann am Westfriedhof: Zwischen Tischen voller Pflanzen schieben Kunden ihre Wagen durch die Gänge. An dem frühlingshaften Tag wird verglichen, geplant und gerechnet – welche Pflanzen passen, was hält durch, was lohnt sich. Für die einen geht es um ein paar neue Akzente auf Balkon oder Terrasse, für andere um größere Vorhaben rund ums Haus. Zwischen Regalen und Gewächshäusern treffen ganz unterschiedliche Geschichten aufeinander.

    Gabriele, die mit ihrem Trolley voller Blumenerde und einem kleinen Efeu aus dem Geschäft kommt, lebt im betreuten Wohnen, der Efeu bekommt einen Platz in einem Laubengang. „Einfach, damit da was Grünes ist.“ Manchmal, erklärt die 74-Jährige, pflanzt sie mit ihren Nachbarn auch etwas in die Gärten ums Haus herum. Für Pflanzen auf dem Balkon hat sie sich aber noch nicht festgelegt.

    Thymian gegen Hundeklo

    Manche Kunden haben schon Grundsätzlicheres in Planung. In einem der Gewächshäuser fachsimpeln Andi und Katja über das gemeinsame Projekt Vorgarten. „Es ist nur ein Ministück. Rasen ist da jetzt, aber der sieht doch irgendwie immer schäbig aus“, sagt Katja. Im Internet seien sie auf Thymian als Bodendecker gestoßen. Möglicherweise sei der auch gut gegen Hunde. „Thymian als Bodendecker kannten wir noch nicht. Dass das überhaupt geht, war uns neu.“ Und, so die stille Hoffnung der beiden, möglicherweise haben die Gassi-Geher aus der Nachbarschaft Scheu vor dem Thymian und ziehen ohne Halt vorbei. „Diese Hoffnung ist allerdings gering“, erklärt Andi grinsend.

    Wer jetzt pflanzt, kann sich schon Gedanken über den Sommer machen

    N’Long Pham, gelernter Zierpflanzengärtner, hält seinen Gießschlauch über ein gelbes Blütenmeer. Sein aktueller Befund: Die saisonale Bepflanzung zum Frühjahr sei durch. „Die geht ja nur bis Ostern. Wer jetzt beginnt, den Balkon neu zu bepflanzen – egal, ob nach Farben, Sorten oder Duft – sollte sich auf den Sommer konzentrieren.“ Das heißt, Kästen leer machen, gegebenenfalls nährstoffreiche Erde einfüllen und die Fragen beantworten, ob der Standort sonnig oder schattig ist und man es farblich lieber kalt oder warm mag. Achten sollte man auch darauf, durstige Pflanzen nicht gemeinschaftlich mit den beliebten, eher asketischen Blaukissen oder Steinbrechmoos in einen Kasten zu setzen. „Da haben Sie dann nicht lange Freude“, so der 25-jährige Fachmann.

    Dschungelpflanzen aus Südamerika als dauerhafte Alternative zum Blumenstrauß

    Vor einem Tisch mit Diplodenien, auch Mandevillen genannt, stehen Sabine und Jochen aus Neusäß. Als Schlingpflanzenart stehen Diplodenien meist in Pink, Gelb oder Rot blühenden Ranken schon lange in Europas Gärten, sind aber eigentlich Dschungelpflanzen aus Südamerika. Ob auf dem Balkon im Topf mit Schlingstab oder am Rankgitter im Garten – die schnellwüchsigen Diplodenien brauchen viel Licht. „Aber sie sind der Hammer“, schwärmt Sabine begeistert. „Die blühen den ganzen Sommer durch. Auch vom Preis her schlägt das als Geschenk doch jeden Blumenstrauß, den man ja nach einer Woche schon wegschmeißen muss.“ Katja, auf der anderen Seite des Diplodenien-Tisches, hört zu. „Für mich gehören Blumen auch einfach zur Lebensfreude“, erklärt sie. Bei dem Versprechen auf einen ganzen Sommer pinke Diplodenien-Pracht nimmt sie schließlich gleich zwei. Leise lachend sagt sie noch: „Das Problem bei Blumenläden ist, dass man immer mit mehr rausgeht, als geplant war.“

    „Blumen lösen ja bei allen positive Gefühle aus“

    Anke und Mario schlendern durchs Gewächshaus. Sie suchen Inspiration. Von nach Hypes durchgestylten Gärten halten sie nicht viel. Aber eine schön gestaltete, haltbare Schale für die Mutter werden sie sich heute vielleicht zulegen. „Blumen lösen ja bei allen positive Gefühle aus. Und wenn die Welt dann im Alter kleiner wird, kann ein alltäglicher Blick auf Blüten vor dem Fenster für kleine Freuden sorgen“, erklären die beiden.

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