Das Römische Museum Augsburg und eine Co-Finanzierung des Freistaats sollen in Kürze Thema im bayerischen Kabinett werden. Noch gibt es, abgesehen von einer mündlichen Zusage von Ministerpräsident Markus Söder (CSU), aber keine schriftlichen Vereinbarungen oder Zusagen des Freistaats. Dem Vernehmen nach sind im noch zu beschließenden Doppelhaushalt 2026/27 des Freistaats aber 1,8 Millionen Euro vorgesehen, um bei der Planung des Vorhabens voranzukommen, wobei diese Summe in den dann kommenden Jahren noch deutlich aufgestockt werden müsste.
Seitens der SPD wird mit Blick auf die noch laufenden Verhandlungen festgehalten, dass es bisher weder eine verbindliche Finanzierungszusage noch einen belastbaren Zeitplan gibt. „Die Realität ist eindeutig: Beim Römermuseum ist nichts, aber auch gar nichts in trockenen Tüchern“, so Lara Hammer, die für die SPD im nächsten Stadtrat sitzen wird. Es werde „Politikmarketing“ betrieben, ohne dass nur ein Euro gesichert sei.
Römisches Museum: Im April soll es im Stadtrat Thema sein
Grundlage der Diskussion ums Römermuseum, die jetzt in den Wahlkampfendspurt schwappt, ist eine Anfrage von SPD-Landtagsabgeordneter Anna Rasehorn zu den Eckdaten. Das Wissenschaftsministerium antwortete, dass die Stadt den Freistaat um 50 Prozent Förderung und eine kostenlose Überlassung des Grundstücks gebeten habe. Wenn das Vorhaben durch den Ministerrat abgesegnet sei, könne man die Verhandlungen mit der Stadt fortsetzen und konkretisieren. Der Stadtrat soll im April einen Grundsatzbeschluss fassen. Laut städtischer Planung soll der Museumsbau bis 2032 stehen. Kulturreferent Jürgen Enninger (Grüne) sagte, dass es „keinen Zweifel am Engagement des Freistaats“ gebe. Auf Arbeitsebene spreche man über konkrete Themen, etwa die Grundstücküberlassung. Zuletzt schrieb die Stadt auch eine Stelle für eine Projektleitung aus. „Die Planungen werden jetzt Schritt für Schritt konkret“, so Enninger.
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