Hat eine Medizinerin aus Augsburg fahrlässig den Tod zweier Menschen verursacht? Das zumindest wirft die Staatsanwaltschaft einer 63-jährigen Ärztin vor, gegen die zwei Anklageschriften vorliegen. Den Ermittlungen zufolge hatte die Frau bei einer ambulanten Magenspiegelung im Jahr 2019 falsch reagiert, als ihr Patient aus ungeklärter Ursache einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatte. Ihr Notfallmanagement, so sagte es Staatsanwalt Julian Küffer zum Prozessstart am Dienstag, sei „unzureichend“ gewesen, ihr Vorgehen unachtsam. Der Mann starb später auf der Intensivstation des Uniklinikums. In einem weiteren Fall geht es um einen Behandlungsfehler beim Einsetzen eines sogenannten Magenballons, ein Hilfsmittel zur Therapie von Adipositas, also krankhaftem Übergewicht.
Prozess in Augsburg
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren