Gut eineinhalb Monate nach einem Raubüberfall auf ein Juweliergeschäft in der Hermanstraße hat die Polizei zwei mutmaßliche Täter festgenommen. Es handelt sich um einen 23-jährigen Rumänen und eine gleichaltrige Frau, deren Staatsangehörigkeit derzeit noch von den Ermittlern geprüft wird. Vermutlich, heißt es von der Polizei, stamme die Frau ebenfalls aus Rumänien. Beide Beschuldigte sitzen in einem rumänischen Gefängnis in Auslieferungshaft.
Raubüberfall in Augsburg: Täter verlieren Diebesgut
Wie berichtet, hatten ein Mann und eine Frau Anfang Februar ein Juweliergeschäft in der Hermanstraße betreten, Reizgas gezückt und Schmuck gestohlen. Wie die Polizei damals mitteilte, ereignete sich die Tat um die Mittagszeit herum, gegen 12.30 Uhr. Die beiden Täter erbeuteten Diebesgut, vor allem Goldschmuck, und flüchteten in östliche Richtung.
Zwar bekamen die Ermittler Hinweise aus der Bevölkerung, zwischenzeitlich wurde es aber still um den Fall. Bei ihrer Flucht hatten die beiden Räuber einen Teil ihrer Beute verloren; aufmerksame Passanten brachten den Schmuck wieder in das Juweliergeschäft zurück. Durch den Angriff wurde eine Angestellte in dem Geschäft leicht verletzt.
Die Polizei werteten die in den Geschäftsräumen des Juweliers installierten Kameras aus – und die Aufzeichnungen der Videokameras am Königsplatz. Beides sei in Kombination mit Zeugenaussagen ein entscheidendes Hilfsmittel gewesen, heißt es von der Polizei. Den Ermittlern gelang es nämlich auf diesem Wege, das Fahrzeug, in das die Flüchtenden stiegen und wegfuhren, zu erfassen. Dies führte die Beamten offenbar zum rumänischen Halter des Autos, der nach Auskunft der Polizei allerdings nicht mit dem jetzigen männlichen Tatverdächtigen identisch ist.
Nach Ermittlungen im Ausland sei es gelungen, das Duo zu identifizieren. Für beide wurde anschließend ein europäischer Haftbefehl erwirkt und mithilfe rumänischer Polizeibeamter nach ihnen gefahndet. Als die beiden über die Grenze nach Ungarn wollten, wurden sie in Nadlac in Rumänien festgenommen. Die Polizei prüft derzeit, ob das Duo noch für weitere, ähnlich gelagerte Delikte infrage kommt, die sich außerhalb Bayerns abgespielt haben sollen.
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