In den vergangenen Tagen sind mehrere Augsburgerinnen und Augsburger Opfer von Telefonbetrügern geworden. Wie die Polizei berichtet, war am Sonntag eine 52-jährige Frau angerufen worden. Den Angaben zufolge gab der Anrufer vor, von der „zentralen Sperr-Notrufnummer für Kredit- und EC-Karten“ zu sein. „Diese Rufnummer war offenbar manipuliert“, so die Polizei. Der Anrufer behauptete, „dass die Konten der 52-Jährigen gehackt wurden“. Der Kriminelle brachte die 52-Jährige dazu, mehrere Sofortüberweisungen durchzuführen, angeblich, um ihr Vermögen zu sichern, so die Erzählung. „Es entstand ein Vermögensschaden im unteren sechsstelligen Eurobereich“, heißt es von der Kriminalpolizei. Ein ähnliches Delikt hatte sich bereits am Donnerstag vergangener Woche im Hochfeld ereignet. In dem Fall brachten mehrere Anrufer, darunter ein falscher Polizist, eine 85-jährige Seniorin dazu, einem unbekannten Mann Gegenstände zu übergeben, deren Wert im „oberen vierstelligen Eurobereich“ liegt, so die Polizei. Zuletzt traf es ein älteres Ehepaar in Pfersee. Hier rief am Dienstag ein Mann an, der sich als russischer Polizist ausgab und behauptete, die Tochter des Ehepaars sei in einen Verkehrsunfall verwickelt gewesen. „Zur Abwendung der Haftstrafe sei nun eine Bezahlung im Wert 100.000 Euro notwendig.“ Zudem wurde das Ehepaar von zwei weiteren unbekannten Täterinnen telefonisch kontaktiert. Diese gaben sich als deren Tochter und als Krankenschwester aus. „Ein unbekannter Täter erschien anschließend bei dem Ehepaar und erlangte Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich.“ Der Abholer sprach ebenfalls Russisch mit dem Ehepaar. Die Kriminalpolizei Augsburg ermittelt nun in allen Fällen wegen Betrugs gegen die unbekannten Täter. (jaka)
Augsburg
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