Das schwarz-grüne Regierungsbündnis will Klimaaktivisten und -aktivistinnen einen städtischen Raum zur Verfügung stellen. Die Stadt habe schon einige wichtige Ziele beschlossen, so Grünen-Fraktionsvorsitzender Peter Rauscher. "Doch wir brauchen auch den Rückhalt der Stadtgesellschaft und das Engagement der Aktivisten und Aktivistinnen, die immer wieder aufrütteln und den Ernst der Lage in Erinnerung rufen, um unserer Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen gerecht zu werden", so Rauscher.
Sein CSU-Kollege Leo Dietz sagt, es gehe bei Beteiligungsprozessen darum, "nicht nur zu reden und zu protestieren, sondern aktiv mitzugestalten". Dies sei die Aufforderung an die engagierten Klimaschützer. In dem Raum könne auch kontrovers diskutiert werden. Im Hinblick auf das knappe Geld der Stadt solle ein bestehender Raum herangezogen werden.
OB Eva Weber fordert Klimacamp-Aktivisten zum Dialog auf
Der Antrag, auch wenn er nicht allein aufs Klimacamp gemünzt ist, lässt sich als Fortsetzung der Aufforderung von Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) lesen, die das Klimacamp zuletzt bei der Verleihung des Zukunftspreises dazu aufgefordert hatte, in den Dialog mit der Stadt zu treten. Womöglich will die Stadt versuchen, zumindest einen Teil der Klimaaktivisten und -aktivistinnen mit diesem Angebot an den Tisch zu holen. Gleichzeitig fällt auf, dass in dem Antrag stark Bezug auf alle Klima-Initiativen in Augsburg genommen wird. Dies legt die Vermutung nahe, dass so die öffentliche Wahrnehmung anderer Aktionen gestärkt werden soll, um dem Klimacamp nicht die alleinige Deutungshoheit zu überlassen. (skro)