Augsburg galt bis in die Nachkriegszeit als ein Zentrum der Textilindustrie. Der handwerkliche Ursprung dieser Entwicklung lag innerhalb der ehemaligen Stadtmauern, wo einst Hunderte Weberwerkstätten ansässig waren. Die Industrialisierung des Textilgewerbes in Augsburg begann in den 1770er-Jahren, als eine große Fabrik für den Kattundruck vor dem Roten Tor entstand. Im 19. Jahrhundert folgten weitere Textilunternehmen, welche die Wasserkraft der Lech- und Wertachkanäle vor den Stadtmauern nutzten. Die Textilindustrie etablierte sich auch in den Nachbargemeinden Haunstetten, Göggingen, Pfersee, Oberhausen und Lechhausen, nun Stadtteile von Augsburg. Nicht nur wegen ihrer Lage im Siebentischwald gilt die „Mechanische Weberei Siebenbrunn“ als außergewöhnliche Produktionsstätte der Augsburger Textilgeschichte.
Augsburg
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