Sharing-Angebote sind bei der urbanen Mobilität gerade im Kommen, sei es bei Autos, Rädern oder Scootern. Der Knackpunkt ist häufig: Wo stehen die auszuleihenden Fahrzeuge? Mit sogenannten Free-Floating-Modellen, bei denen die Fahrzeuge überall frei abgestellt werden können, haben anderen Städten bei Fahrrädern erhebliche Probleme gehabt. Und bei Scootern hat der Stadtrat zuletzt beschlossen, dass es künftig in der Innenstadt nur noch ausgewiesene Abstellzonen geben soll, weil die Roller teils im Weg herumstanden.
Bei den Autos kommt jetzt mit Miles ein Anbieter, der voll auf Free Floating setzt. Probleme im Sinne eines Parkchaos sind dabei aber nicht zu befürchten. Das Modell gibt es inzwischen in vielen Städten, ohne dass es Schwierigkeiten gibt. Den Nutzern ist klar, dass beispielsweise bei einem Strafzettel wegen Parkens in einer Feuerwehreinfahrt jederzeit nachvollziehbar ist, wer das Auto zuletzt geliehen hatte.
Wer wenig Auto fährt, kommt durch Carsharing günstiger weg
Die Idee, jederzeit in Laufreichweite zur eigenen Wohnung ein Auto zur Verfügung zu haben, das man bei Bedarf nutzen kann, das aber einem nicht gehört, hat auf den ersten Blick etwas Bestechendes. Wer nicht allzu viel Auto fährt, kommt günstiger weg und muss kein eigenes Auto kaufen, sondern kauft sich lediglich die Verfügbarkeit eines Autos. Für die Mobilitätswende bringen die künftig insgesamt 450 Carsharing-Fahrzeuge aller Anbieter aber nur etwas, wenn dafür auch Privat-Pkw aufgegeben werden. Denn beim Free-Floating-Modell stehen die Fahrzeuge – wie Privatautos auch – auf der Straße und nehmen Platz weg. Speziell in der Innenstadt, wo ja aktuell ohnehin Parkplätze wegfallen, würde der Druck steigen.