Der Lückenschluss des Hochwasserschutz- und Renaturierungsprojekts „Wertach vital“ auf Höhe des Gögginger Wäldchens (zwischen Ackermann-Wehr und B17-Brücke) wird noch etwas dauern. Die Stadt hat die Planungen des Freistaats, die eine deutliche Aufweitung des Flussbetts vorsehen (allerdings wird voraussichtlich auch ein Kahlschlag an den Ufern nötig werden), bereits genehmigt, zuletzt stockten die Planungsarbeiten aber. Wie berichtet ist inzwischen klar, dass weitergeplant werden kann. Allerdings müssen diese Arbeiten für die Ausführungsplanung noch ausgeschrieben werden. Wie die Stadt auf Anfrage der SPD mitteilte, werde wohl Anfang 2025 mit der Ausführungsplanung begonnen werden können. Wegen des Umfangs sei mit zwei Jahren Dauer zu rechnen. Mit einem Baubeginn sei nicht vor Anfang 2027 zu rechnen. Voraussetzung ist auch hier, dass für den Bau genug Geld bereitgestellt wird.
Flussumbau läuft bereits seit Jahrzehnten
Das Flussprojekt „Wertach vital“ läuft bereits seit mehr als 20 Jahren mit dem Flussumbau zwischen der Inninger Staustufe und der Brücke der Bgm.-Ackermann-Straße. Inzwischen wurde in weiten Teilen das Flussbett aufgeweitet, was dem Fluss bei Hochwasser mehr Raum verschafft und die Gefahr mitgerissener Bäume reduziert. Zudem fand eine ökologische Aufwertung bei gleichzeitig mehr Freizeitwert statt. Der Teilbereich des Gögginger Wäldchens stellt noch eine Lücke dar, was speziell in Pfersee - dem beim Pfingsthochwasser 1999 am stärksten betroffenen Stadtteil - kritisch gesehen wird.
Das Wasserwirtschaftsamt hat für die fernere Zukunft bereits untersucht, ob ein Flussumbau mit flacheren Ufern und Verbreiterung des Flusses auch in Richtung Oberhausen möglich wäre. Dort ist die Wertach am tiefsten eingeschnitten mit teils extrem steilen Ufern, allerdings rückt in diesem Bereich auch die Bebauung am nächsten an den Fluss heran.
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