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Augsburg: Wie Augsburg den Handel in der Innenstadt wieder ankurbeln möchte

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Wie Augsburg den Handel in der Innenstadt wieder ankurbeln möchte

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    Bunte Lampions hängen hoch über der Annastraße.
    Bunte Lampions hängen hoch über der Annastraße. Foto: Klaus Rainer Krieger

    Für den Handel in Bayern ist es ein nächster Neustart: Seit Montag dürfen gleichzeitig wieder mehr Kunden in einem Geschäft sein. Vorherige Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie wurden gelockert. Für die City-Galerie, das große Einkaufszentrum mit 100 Geschäften, bedeutet dies, dass 2250 Personen erlaubt sind, bis Samstag waren es 1125. Wurde diese Marke erreicht, musste die City-Galerie kurzzeitig geschlossen werden. Centermanager Axel Haug sagt, „dass wir in den zurückliegenden Wochen regelmäßig schließen mussten“. Insofern sei es erfreulich, dass eine Verbesserung eintrete.

    Ähnlich sieht es Marcus Vorwohlt, Chef des Textilhauses Rübsamen. Das Unternehmen betreibt mehrere Häuser in der Region, Stammsitz ist in der Karolinenstraße in Augsburg. „Hier dürfen nach den aktuellen Bestimmungen über 300 Kunden in unser Geschäft“, sagt Vorwohlt. Das sei faktisch keine Einschränkung mehr. Die wirtschaftliche Situation der Händler sei jedoch weiter sehr angespannt, sagt der Geschäftsmann. Für sein Unternehmen erkennt er Unterschiede, wie sich die Umsatzzahlen entwickeln: „Gerade in großen Städten wie Augsburg sind die Passantenfrequenzen nach wie vor schlecht. Kleinere Standorte und auch die grüne Wiese entwickeln sich da deutlich besser.“

    Corona-Krise: So läuft es in der City-Galerie in Augsburg

    Die aktuelle Lockerung findet Zuspruch von Vorwohlt: „Es ist ein weiterer Schritt in Richtung Normalität für unsere Kunden und die Mitarbeiter.“ Speziell das Arbeiten an der Kasse hinter der Plexiwand sei für die Beschäftigten eine große Erleichterung, weil sie keine Maske mehr tragen müssten.

    In der City-Galerie dürfen wieder zeitgleich mehr Kunden sein.
    In der City-Galerie dürfen wieder zeitgleich mehr Kunden sein. Foto: Jan-Luc Treumann

    Es sind Erfahrungen, die in der City-Galerie in ähnlicher Form geteilt werden. Centermanager Haug bestätigt, dass derzeit für viele Kunden das Einkaufserlebnis eher nachrangig zu sehen ist: „Die Kunden kaufen zielorientiert ein, Abstandsregeln und Maskenpflicht schränken das Shopping-Erlebnis ein.“ Jetzt sei aber die Hoffnung da, dass sich die Situation weiter verbessert. Ohne auf konkrete Zahlen einzugehen, sagt Haug: „Die Situation ist nach wie herausfordernd für die Händler.“ Im Einkaufscenter hätten Kundenfrequenz und Umsätze sich schrittweise gebessert, seien aber noch nicht auf dem vorigen Niveau.“

    Vorwohlt sieht den Handel in einer extrem schwierigen Ausgangslage: „Das Geschäft kommt nur langsam in Schwung.“ Auch wenn die Läden nun alle wieder geöffnet seien, trügt aus seiner Einschätzung der Schein: „Momentan verdient kein Händler Geld, alle leben aus der Substanz.“ Vorwohlt hat die Sorge, dass Händler diese Situation nicht mehr lange durchstehen.

    Eine große Bühne am Königsplatz ist geplant

    Aus Sicht des Geschäftsmannes wäre es wichtig, speziell die Innenstadt mit Aktionen zu beleben. Ziel müsse sein, dass wieder mehr Menschen den Weg in die City finden. Für die Gestaltung von Aktionen ist unter anderem die Stadtmarketinggesellschaft Augsburg Marketing zuständig. In der Annastraße hängen 200 kunterbunte Lampions in unterschiedlichen Größen. Als farbenfrohe Kunstinstallation sollen sie Augsburger und Besucher aus der Region in die Innenstadt einladen, sagt Citymanager Heinz Stinglwanger von Augsburg Marketing.

    Weitere Ideen liegen vor. Dazu zählt eine fest installierte Bühne, die über mehrere Wochen lang auf dem Königsplatz stehen soll. Kleinkünstler könnten hier auftreten, sagt Stinglwagner. Denkbar wäre auch, dass speziell an Wochenenden zusätzliche Ausschankbereiche für die Gastronomie geschaffen werden. Noch laufen Abstimmungsgespräche mit der Stadt, da es sich um eine Sondernutzung des Areals handelt.

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