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Augsburger Geschichte: Als die Stadt von Zollstationen umgeben war

Augsburg

Ein Prachtbau für das Steueramt: Als Zölle die Stadt und die Kirche in Augsburg reich machten

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    Das reichsstädtische Steueramt residierte einst im Siegelhaus. Dieser Prachtbau stand beim Herkulesbrunnen mitten auf der heutigen Maximilianstraße.
    Das reichsstädtische Steueramt residierte einst im Siegelhaus. Dieser Prachtbau stand beim Herkulesbrunnen mitten auf der heutigen Maximilianstraße. Foto: Städtische Kunstsammlungen

    Augsburg als Freie Reichsstadt im Heiligen Römischen Reich genoss ab dem 12. Jahrhundert eine weitgehende Autonomie. Ansonsten war das heutige Bayerisch-Schwaben bis zum Jahr 1806 zwischen mehreren weltlichen und geistlichen Institutionen aufgeteilt. So grenzte Augsburg an das Bayern der Wittelsbacher Herrscher, das bischöfliche Hochstift Augsburg, das Reichsstift St. Ulrich und Afra sowie die vorderösterreichische Markgrafschaft Burgau. Die Territorialherren im Heiligen Römischen Reich durften Zölle, damals auch Maut genannt, verlangen für den Warenverkehr sowie für die Benutzung von Einrichtungen, wie Straßen, Brücken oder Märkten. Diese Abgaben waren für die Freie Reichsstadt Augsburg eine wichtige Einnahmequelle.

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