Aufregung am Ende eines heißen Sommertags am Lech in Augsburg: Am Mittwochabend hielt der Fund einer Phosporbombe im Flussbett des Lechs dutzende Einsatzkräfte über Stunden auf Trab. Gegen 17.30 Uhr hatte ein Badegast beim Schnorcheln ein verdächtiges Objekt nahe der Floßlände auf Höhe der Radetzkystraße entdeckt und daraufhin die Polizei informiert. Wie die Beamten auf Rückfrage unserer Redaktion mitteilten, befand sich die Granate in anderthalb Metern Tiefe und acht Meter vom Flussufer entfernt. Gegen 21.15 Uhr gab die Polizei schließlich Entwarnung, Spezialkräfte konnten die Bombe bergen.
Bombenfund in Augsburg: Spezialfirma transportieren Granate ab
Zuvor hatte die Berufsfeuerwehr die Bombe mithilfe einer Wassersonde genauer untersucht und daraufhin eine Spezialfirma zur Entschärfung hinzugezogen. Zwischenzeitlich waren mehrere Einsatzkräfte der örtlichen Dienststellen, die Berufsfeuerwehr und eine Entschärfungsfirma vor Ort, um die Granate zu bergen. Nach Informationen unserer Redaktion brachte der Kampfmittelräumdienst die Bombe unter Wasser in einen mit Wasser gefüllten speziellen Behälter, um sie danach gefahrlos abtransportieren zu können.
Dass die Granate im Flussbett lag, war laut Aussagen der Polizei in mehrfacher Hinsicht vorteilhaft. So konnte der Bereich leichter abgesperrt werden. Während der Bergungsarbeiten sperrten die Einsatzkräfte den Uferbereich sowie die Grünanlage zwischen der Lechhauser Straße und der Radetzkystraße vorsorglich ab. Eine Gefahr für Menschen im Umkreis bestand laut einem Sprecher der Polizei aber nicht, da Phosphorgranaten nur mit Sauerstoffzufuhr auf der Oberfläche reagierten und sich unter Wasser nicht entzündeten.
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