„Ich liebe es, wenn Menschen nach dem Genuss meiner Desserts glücklich lächeln.“ Luminata „Luisa“ Gheorghiu ist Pasticcera und kommt aus Rom. Seit wenigen Wochen bietet sie ihre Kreationen nun im kleinen Café „Cuor de Luisa“ am Jakobsplatz an. Und tatsächlich: Wenn die süße Mascarponecreme und geröstete Pistazien eines ihrer besonderen Tiramisus den Gaumen berühren, formt sich beinahe automatisch ein glückliches Lächeln auf den Gesichtern der Gäste. So schildert sie es zumindest.
Zitronen-, Oreo- und Pistazientiramisu, Mangodessert oder ein Fragola-Becher warten in kleinen durchsichtigen Kunststoffschälchen auf naschfreudige Kunden. „Diejenigen, die zur Eröffnung hier waren, sind fast alle als Stammkunden geblieben“, freut sich die Cafébesitzerin. Neben den süßen Verlockungen bietet sie täglich wechselnde Mittagsgerichte und ein leichtes Frühstück an. Es gibt Tagliatelle con Salsiccia oder eine Torta di Patate. „Ich koche jeden Tag etwas anderes – aber ich will den Gastronomen nebenan keine Konkurrenz machen“, betont sie.
Eine Hürde verhinderte den Traum von der eigenen Konditorei
Die Liebe zur Fuggerstadt brachte Luisa nach Augsburg. Nach einem Urlaubsbesuch 2018 fasste sie gemeinsam mit ihrem Mann und zwei Kindern den Entschluss, Rom zu verlassen und hierher umzuziehen. In Italien herrschte damals Wirtschaftskrise, was ihr die Entscheidung erleichterte. Zunächst arbeitete sie mehrere Jahre bei Dunkin Donuts, bevor sie den Traum von der eigenen Konditorei verwirklichen wollte.
Torten und Kuchen sind ihre Leidenschaft. Auf dem Handy zeigt sie eine ganze Galerie kunstvoll verzierter Torten aus ihrer Zeit als Pasticcera. „Ich habe bei einer Feier meines früheren Arbeitgebers in Deutschland Torten als Geschenk mitgebracht – und danach wollten fast 40 Gäste meine Telefonnummer“, erzählt sie lachend. Doch dann musste sie feststellen, dass ihr Tortentraum erst noch eine große Hürde überwinden muss.
Luisa absolvierte in Rom die Ausbildung zur Pasticcera
Luisa absolvierte in Rom die Ausbildung zur Pasticcera und arbeitete jahrelang in ihrem Beruf. Als sie sich in Deutschland selbstständig machen wollte, erfuhr sie jedoch, dass ihr Diplom hier nicht anerkannt wird und sie für eine eigene Konditorei den Meister nachholen müsste. „Ich habe monatelang gelernt“, berichtet sie. Gescheitert sei sie letztlich an der deutschen Sprache, nicht am praktischen Können. „Ich träume immer noch davon, die Prüfung irgendwann zu wiederholen“, sagt Luisa. Bis dahin wurde aus dem Traum der Konditorei erst einmal das kleine Café am Jakobsplatz.
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