Auf dem Dach des Augsburger Strafjustizzentrums ist eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb gegangen. Mit dem Projekt nutzt die bayerische Justiz die Dachflächen des Gebäudekomplexes für die solare Stromerzeugung und setzt damit einen weiteren Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Eingeweiht wurde die Anlage von Michael Eberle, Vizepräsident des Landgerichts Augsburg, gemeinsam mit Vertretern des Amtsgerichts Augsburg.
Die Bauzeit für das Vorhaben betrug rund sieben Monate. Begleitet wurde das Projekt vom Staatlichen Bauamt Augsburg sowie den Stadtwerken Augsburg. Ziel war es, einen möglichst großen Teil des Strombedarfs des Strafjustizzentrums direkt vor Ort aus erneuerbaren Energien zu decken und gleichzeitig die laufenden Energiekosten zu senken.
Installiert wurden insgesamt 1111 Photovoltaik-Module auf den Dächern des Parkdecks, des Foyers und des Verwaltungsgebäudes. Die Anlage verfügt über eine Gesamtleistung von 566,61 Kilowattpeak und erzeugt jährlich rund 566.000 Kilowattstunden Strom. Ergänzt wird sie durch einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 210 Kilowattstunden. Damit können nach Angaben des Landgerichts etwa 70 Prozent des Stromverbrauchs des Strafjustizzentrums abgedeckt werden.
Durch den Betrieb der Anlage werden jährlich rund 212.000 Kilogramm CO₂ eingespart, berechnet auf Basis des deutschen Strommixes. Überschüssiger Strom von etwa 289.000 Kilowattstunden wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
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