Hannes Aigner kommt zügig am Staatstheater an, die letzten Schritte fast im Laufschritt. Es ist Endspurt im Wahlkampf; kurz holt er Luft, dann geht es ohne Umwege ins Gespräch. Den Ort hat er bewusst gewählt. Für Aigner steht der Bau sinnbildlich für politische Entscheidungen, die ambitioniert begonnen, aber unzureichend zu Ende gedacht wurden. In der öffentlichen Debatte gilt das Staatstheater vielen als Beispiel für Kostensteigerungen und fehlende Kontrolle. Aigner spricht von einem Mahnmal dafür, wie schnell etwas, das als Bereicherung gedacht war, ins Gegenteil umschlagen könne. „Wenn finanzielle Mittel langfristig gebunden sind, fehlen sie an anderer Stelle“, sagt er, etwa bei Schulen, Sportstätten oder der Freilichtbühne.
Augsburg
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren