Der Hubschrauberhersteller Eurocopter will große Teile seiner zivilen Wartungsabteilung mit 40 bis 50 Arbeitsplätzen zeitweise nach Augsburg auslagern. Das teilte das Unternehmen gestern mit. Denn im Eurocopter-Werk in Donauwörth wird der Platz wegen militärischer Hubschrauberprogramme eng. Der Standort soll erweitert werden. Bis es so weit ist, will das Unternehmen die Infrastruktur des Augsburger Flughafens nutzen. Der Umzug ist für April 2012 geplant. Eurocopter geht derzeit davon aus, fünf Jahre in Augsburg vertreten zu sein.
Das Unternehmen wird nach eigenen Angaben in die Gebäude einer bereits am Flughafen ansässigen Firma einziehen und dort an acht bis zehn Stellplätzen Hubschrauber seiner Kunden warten. Dazu zählen Rettungsdienste und Polizei ebenso wie Privatpersonen.
"Exzellente technische Ausstattung" ausschlaggebend
Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten des Ausweichstandortes Augsburg waren laut Ulrich Amersdorffer, bei Eurocopter zuständig für das deutsche Wartungsgeschäft, unter anderem „die exzellente technische Ausstattung des Flugplatzes“ und die Nähe zum Stammsitz in Donauwörth. „Wir können dadurch unseren Kunden eine Alternative mit hoher Flexibilität zum bisherigen Standort im Werk bieten.“
Augsburgs Wirtschaftsreferentin Eva Weber beruhigt unterdessen die Anlieger. Das Vorhaben von Eurocopter sei mit den geltenden Regelungen zum Flugbetrieb vereinbar, sagt sie. Denn die Hubschrauber stünden im Schnitt fünf Wochen in der Halle. Man erwarte durch den Wartungsbetrieb lediglich 250 zusätzliche Flugbewegungen pro Jahr.
Auch OB Kurt Gribl begrüßt die Ansiedlung: „Das internationale Luftfahrtunternehmen passt perfekt zur Aerospace-Area Augsburg.“ Die EADS-Tochter beschäftigt derzeit 17500 Mitarbeiter und gehört zu den führenden Anbietern am zivilen und halbstaatlichen Hubschraubermarkt. monik