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In Augsburg gehen die Uhren einfach anders

Augsburger Anekdoten

Kunstobjekte und fehlende Zeiger: In Augsburg gehen die Uhren einfach anders

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    Ist das Kunst oder soll das weg? Der Pfosten im Textilviertel wirft Fragen auf.
    Ist das Kunst oder soll das weg? Der Pfosten im Textilviertel wirft Fragen auf. Foto: Richard Mayr

    Mit unserer Reihe „Augsburger Anekdoten” erzählen wir kleine Geschichten mitten aus dem Leben unserer Stadt.

    Kunst am Radweg. Ist das Kunst da im Textilviertel oder soll das weg? Das fragt man sich, wenn man nahe der Schleifenstraße einen kleinen Weg entlang schlendert und diesen Metallpfosten sieht. Jemand muss ihn gerammt haben. Jener Absperrpfosten jedenfalls neigt sich krumm und verbogen in eine Richtung. Doch anstatt ihn auszutauschen, hat die Stadt eine Art Kunst am Radweg zugelassen: Rund um den Poller hat offenbar jemand Offizieller mit weißer Farbe ein Quadrat gezeichnet, dazu Pfeile und ein P. Steht es für „Pull“, Ziehen? Oder für „Push“, Drücken? Ist das eine Aufforderung an Passanten, das Ding gefällig selbst wieder geradezubiegen? Dieser Zustand scheint schon lange zu bestehen: Mitten im weißen Planquadrat erobert sich die Natur ihren Raum zurück. Eigentlich ein cleveres Prinzip, liebe Stadtverwaltung: Einfach Gras darüber wachsen lassen.

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    Wer hat an den Zeigern dieser Uhr gezupft? Paulchen Panther war es sicherlich nicht...
    Wer hat an den Zeigern dieser Uhr gezupft? Paulchen Panther war es sicherlich nicht... Foto: Gunter Oley

    Wo die Uhren anders gehen. Augsburgs frisch sanierter Hauptbahnhof begeistert Reisende aus nah und fern. Kaum anderswo hat man bislang so moderne Details entdeckt wie die „Regendusche” an Gleis eins oder stillstehenden Rolltreppen, um die Fahrgäste in Bewegung zu halten. Neuerdings gilt der Hauptbahnhof auch für Uhren als Vorbild: Die fehlenden Zeiger an einer Anzeigentafel haben offenbar auch die Uhr am Augsburger Stadtmarkt beeinflusst. Auch die hat nun ihre Zeiger weit von sich geworfen, sicherlich auch zum Wohle der Besucher: Die haben in ihrer Mittagspause nun weniger Druck. In Augsburg gehen die Uhren eben einfach anders…

    Auch die Uhr am Augsburger Stadtmarkt hat nun die Zeiger weit von sich geworfen.
    Auch die Uhr am Augsburger Stadtmarkt hat nun die Zeiger weit von sich geworfen. Foto: Gunter Oley

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    Fast jeder Bürger hat mindestens eine Jeanshose. Der Augsburger Hydrant hat sogar auch eine.
    Fast jeder Bürger hat mindestens eine Jeanshose. Der Augsburger Hydrant hat sogar auch eine. Foto: Annette Zoepf

    Sommerliche Temperaturen und ihre Folgen. Seit Tagen hat der Sommer die Stadt fest im Griff. Während sich Bürgerinnen und Bürger nun leichter kleiden, Hosen und Röcke kürzer werden, wird woanders jetzt noch eins drübergezogen. Etwa an dem Hydrant am Rathausplatz, über den kunstvoll eine Jeanshose gestülpt wurde. Hat die Besitzerin oder der Besitzer etwa an dem Tag in der Stadt eine neue Jeans gekauft und sich dort ihres oder seines alten Exemplars entledigt? Ohne Hose den Heimweg anzutreten, wäre wohl keine gute Option. So heiß ist es nun auch noch nicht...

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