Die Schülerinnen und Schüler haben getüftelt, ausprobiert und experimentiert. Mit acht verschiedenen Projekten treten 18 junge Forscher aus Augsburg bei Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb im MINT-Bereich an. Ihre Ideen reichen von Leuchtsignalen an Bushaltestellen, damit Busfahrer keine Fahrgäste mehr übersehen, bis zu Färbemitteln, die dabei helfen sollen, Fischgräten in der Speiseröhre zu lokalisieren.
Am 27. Februar zwischen 9 und 14 Uhr präsentieren die Teilnehmer ihre Projekte der Öffentlichkeit und einer Fachjury. Der Regionalwettbewerb, der in der Mensa der Technischen Hochschule Augsburg am Campus am Roten Tor stattfinden wird, ist die erste von drei Stufen im deutschlandweiten Wettbewerb, der dieses Jahr unter dem Motto „Maximale Perspektive“ steht. Nach dem Regional- folgt der Landeswettbewerb – im Mai findet schließlich das Bundesfinale des Wettbewerbs in Herzogenrausch statt. Wie motiviert die Augsburger Schülerinnen und Schüler ins Rennen gehen, zeigt ein Blick auf ihre innovativen Projekte.
Arbeitswelt: Vom Frühstückstisch bis zur Bushaltestelle
Julian Sen, Lea-Marie Bobinger und Marie Hoffmann vom Maria-Ward-Gymnasium haben laut einer Mitteilung eine Eiermaschine entwickelt, in der das Ei sieben Mal zwischen zwei Becken mit 30 bzw. 100 Grad Celsius wechselt, bevor es mit der perfekten Textur auf dem Teller landet. Ihre Mitschülerinnen Francesca Tartamella und Anna Grießer haben ein Leuchtsignal für Bushaltestellen entwickelt, das auf wartende Fahrgäste aufmerksam macht, damit sie von den Busfahrenden nicht mehr übersehen werden. Sie fanden heraus, dass blaues und grünes Licht am besten sichtbar sind und entwickelten einen Prototypen.
Biologie: Die Natur im Fokus
Roman Feigl vom Gymnasium bei St. Stephan hat die Wasserqualität der Augsburger Gewässer getestet und sie dafür auf verschiedene Ionen untersucht. Bisher sind seine Ergebnisse sehr positiv. Eine Wurmkiste haben seine Mitschüler Sebastian Ghirlando Morales und Defne Altinisik gebaut. Darin beobachteten sie, wie Kompostwürmer Pflanzenreste verwerteten und sich vermehrten. Jetzt wollen sie untersuchen, wie gut der Humus aus der Kiste als Pflanzensubstrat geeignet ist.
In ihrem zweiten Projekt versuchen Anna Grießer und Francesca Tartamella mithilfe des Gießwassers von Radieschenkeimlingen Power-Microgreens zu entwickeln, die künstliche Nahrungsergänzungsmittel überflüssig machen sollen. Sie reicherten das Wasser mit Zink, Magnesium und Eisen an und überprüften, inwieweit sich das auf den Mineralgehalt der Pflanzen auswirkte. Ihre ersten Untersuchungen zeigen sehr gute Ergebnisse.
Chemie: Lebensmittel im Labor
Weil sie die Zusatzstoffe in künstlichen Lebensmittelfarben stören, stellten Inga Ziegler und Sophie Käsmayr ihre eigenen Farben aus Naturstoffen wie Spinat, Rote Beete und Kurkuma her. Die Schülerinnen des Maria-Ward Gymnasiums testeten ihre Ergebnisse auch auf Geschmack, Aussehen und Haltbarkeit im Vergleich zu künstlichen Alternativen.
Joshua Rupprecht, Luca Maximilian Mogk und Theo Wöhrl vom Rudolf-Diesel-Gymnasium haben getestet, warum Kekse in normaler Milch matschiger werden als in Schokomilch. Um herauszufinden ob es am Verdickungsmittel Carageen oder der Kakaobutter in der Schokomilch liegt, experimentierten sie mit stellvertretenden Flüssigkeiten, die sie mit Stärke und Öl versetzten.
Schon letztes Jahr haben Nicolas Biskup, Mariam Khan und Finn Eppler ein Differenzialfärbeverfahren entwickelt, das dabei helfen soll, Fischgräten in der Speiseröhre schnell zu lokalisieren. Nun optimierten die Schüler vom Jakob-Fugger-Gymnasium die Effizienz und Verträglichkeit des Verfahrens.
Mathe und Informatik: Formeln und künstliche Intelligenz
Niklas Höftmann vom Jakob-Fugger-Gymnasium hat sich mit der Phasentrennung beschäftigt, die sich mithilfe der Cahn-Hilliard Gleichung darstellen lässt. Der Schüler untersuchte die Gleichung mit einem höchstens exponentiell wachsenden Volumenpotential, das die Wohlgestelltheit des mathematischen Problems beeinflusst. Sein Mitschüler Teodor Graur untersuchte anhand eines selbst entwickelten Sprachmodells, das Auskünfte über Jakob Fugger geben kann, wie sich lokale KI-Modelle auf eigene Datensätze trainieren lassen.
Technik: Handyakkus im Test
Felix Schnitzler vom Jakob-Fugger-Gymnasium hat herausgefunden, dass die Nutzung von Apps im Hintergrund und verschiedene Bildschirmeinstellungen einen großen Einfluss auf den Akkuverbrauch eines Handys haben. Außerdem testete er mobile Lademöglichkeiten und die Verlässlichkeit der Akkustandanzeige.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren