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Kneipe 80 in Augsburg: So kommt das neue Lokal bei den Gästen an

Augsburg

"Das sehe ich sonst in Augsburgs Bars selten“: So kommt die neue „Kneipe 80“ bei den Gästen an

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    Der Andrang in der neuen Kneipe 80 ist groß. Zwischendurch gibt es Einlasstop für die Besucher.
    Der Andrang in der neuen Kneipe 80 ist groß. Zwischendurch gibt es Einlasstop für die Besucher. Foto: Katharina Rack

    Zu späterer Stunde ist an der Tür kaum noch ein Durchkommen. Zu viele Menschen tummeln sich in und vor den Räumlichkeiten der „Kneipe 80“ in der Augsburger Maximilianstraße. Bereits seit der inoffiziellen Eröffnung Anfang Mai erlebt das Lokal einen anhaltenden Besucheransturm. Zum offiziellen Auftakt am Samstagabend wird die Kneipe dann ganz amtlich getauft: Gastronom Marc Uebelherr und sein Augsburger Geschäftspartner Christoph Steinle schenken ihren Gästen frisch gezapftes Freibier aus. Die Stimmung ist ausgelassen, die Resonanz überwältigend. „Seit unserem Testlauf habe ich mit unzähligen Gästen gesprochen, die sich für die schönen Abende bedanken, ohne dabei tief in die Tasche greifen zu müssen“, sagt Uebelherr. Genau darauf setzt das Konzept der „Kneipe 80“: günstige Getränke und gesellige Abende für jedermann. Den starken Andrang der vergangenen Wochen wertet Uebelherr als positives Zeichen dafür, dass die Idee bei den Gästen ankommt. Auch die Besucher selbst ziehen eine erste Bilanz zur „Kneipe 80“.

    „Ein Konzept wie das der Kneipe 80 hat in Augsburg noch gefehlt.“

    Für Studentin Katharina El Lawn ist es an diesem Abend nicht der erste Besuch in der „Kneipe 80“: „Ich bin seit der inoffiziellen Eröffnung schon einige Male hier gewesen“, sagt die 21-Jährige. Sie hält das Lokal für einen Gewinn für das Augsburger Nachtleben: „Ein Konzept wie das hat in Augsburg noch gefehlt.“ Gerade, dass die Musik nicht dieselbe wie in anderen Bars oder Clubs ist, macht für El Lawn den besonderen Reiz aus: „Ich finde die 80er Musik einfach mega. Es gibt so viele junge Leute, das sehe ich sonst in Augsburgs Bars eher selten.“ Die Studentin sieht die „Kneipe 80“ vor allem auch als einen Ort, der junge Menschen aus verschiedenen Bereichen zusammenbringt: „Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass ich hier ganz viele Studenten aus unterschiedlichen Studiengängen gemeinsam erlebe.“

    Katharina El Lawn genießt das Feiern zur Musik aus den 80ern.
    Katharina El Lawn genießt das Feiern zur Musik aus den 80ern. Foto: Katharina Rack

    Generationenübergreifendes Konzept begeistert junge Besucher

    Für Student Jonas Walter sind es nicht allein die vergleichsweise günstigen Getränke, die den Reiz der „Kneipe 80“ ausmachen. Der 23-Jährige schätzt besonders das vielfältige Publikum.: „Vorhin habe ich mich lange mit einem älteren Herrn unterhalten. Das war einfach eine schöne Begegnung“, erzählt er. Gerade die Mischung der Generationen macht für Walter den besonderen Charakter des Lokals aus. Für die Zukunft wünscht sich der Student mehr Orte dieser Art in Augsburg, die auch vom Budget erschwinglich bleiben.

    Jung und Alt gemeinsam feiern zu sehen freut Student Jonas Walter besonders.
    Jung und Alt gemeinsam feiern zu sehen freut Student Jonas Walter besonders. Foto: Katharina Rack

    Zur Eröffnung der Kneipe 80 kommen auch Gäste von außerhalb

    Jung und Alt nebeneinander tanzen zu sehen - darüber freuen sich auch Gäste aus der älteren Generation wie Holger Kleinstück. Der 65-Jährige ist gemeinsam mit Freunden für ein paar Tage in Augsburg zu Besuch: „Ich habe zufällig von der Eröffnung der Kneipe erfahren und wir wollten uns das auf keinen Fall entgehen lassen“, so Kleinstück. Die 80er seien genau seine Musik: „Wir finden es toll, dass die jungen Leute dieselbe Musik gut finden wie wir.“ Wenn es nach Kleinstück ginge, sollten Lokale wie die „Kneipe 80“ auch im Nachtleben in anderen Städten etabliert werden.

    Holger Kleinstück feiert gerne zur Musik aus seiner Jugend.
    Holger Kleinstück feiert gerne zur Musik aus seiner Jugend. Foto: Katharina Rack

    Nachtleben in Augsburg: Zu wenig Möglichkeiten zu tanzen

    Neben der Musik sind es auch die vergleichsweise günstigen Preise, die Besucher wie Gül Han in die „Kneipe 80“ ziehen. „Gerade die Angebote an manchen Abenden, an denen es Aperol Spritz zum reduzierten Preis gibt, sind für mich als Studentin toll“, sagt die 23-Jährige. Einen kleinen Kritikpunkt hat sie dennoch: Möglichkeiten zum Tanzen fehlen ihr bislang. „Für meinen Geschmack gibt es in der Stadt noch zu wenige Lokale mit großer Tanzfläche“, sagt Han.

    Gül Han wünscht sich in Augsburg noch mehr Lokale zum Tanzen.
    Gül Han wünscht sich in Augsburg noch mehr Lokale zum Tanzen. Foto: Katharina Rack
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