Dieser Abend stand so nicht im Programm des Festivals. Aber „kurzfristig“ und „außerplanmäßig“ hätten sie beschlossen, hier und jetzt über den Iran zu sprechen. Das erklärt die Künstlerin Sahar Rahimi, die das Augsburger Brechtfestival leitet – und 1981 in Teheran, Iran, geboren wurde. Seit Monaten schlägt das Mullah-Regime in der Islamischen Republik jeden Protest nieder. „Mit Sorge, Wut, Angst und Trauer“ verfolgt Rahimi die Lage, die Bilder, die Lebenszeichen aus dem Iran. Im Januar hatte die Revolutionsgarde hunderte Demonstranten getötet, „mit gezielten Herz- und Kopfschüssen“. Jeder kenne einen Menschen, der dabei gestorben ist, sagt Rahimi, oder einen Menschen, der einen geliebten anderen dabei verloren hat. „Und jetzt befinden wir uns in einer neuen Situation.“ USA und Israel attackieren das Regime mit Bomben. Der Diktator Ali Chamenei: getötet. Die Zukunft: ungewiss. Also will Rahimi reden, mit Freunden und Kollegen mit iranischen Wurzeln – und dem Publikum beim Brechtfestival.
Brechtfestival Augsburg
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