„Tanz mit Parkinson“, so heißt das neue Mitmach-Projekt am Staatstheater Augsburg. Doch dass sich diese Tanzstunden nicht nur um Diagnosen und Patientenakten drehen, das macht schon die Musik klar, die beim Treffen der Gruppe aus den Lautsprechern klingt: „Don‘t worry, be happy“. Gute-Laune-Pop zum Mitpfeifen: Weg mit den Sorgen, sei glücklich. Vor den Teilnehmern im Probesaal nimmt jetzt eine Tanzlehrerin auf einem Stuhl Platz – und tanzt vor. Ballett im Sitzen, linkes Bein vor, dann das rechte, und jetzt die Arme in die Höhe, die gespreizten Finger der Tänzerin greifen in der Luft: „Wir suchen Glück und Freude“, sagt sie, „wir fangen Glückspartikel“. Und in der Gruppe der Teilnehmer, auf Stühlen im ganzen Raum verteilt, greifen zig Arme in die Höhe. Hier tanzen Menschen, die selbst von der Nervenkrankheit Parkinson betroffen sind, aber auch Menschen, die sie begleiten. Das Staatstheater ist dabei nicht allein der Gastgeber: An diesem Projekt arbeitet auch das Universitätsklinikum Augsburg, auf einem Grat zwischen Kunst und Forschung. Die Mediziner wollen wissen: Wie stark hilft Tanz der Gesundheit? Kann Tanz die unheilbare Krankheit Parkinson sogar bremsen? In der neuen Spielzeit des Theaters startet das Projekt offiziell, am 29. September beginnt der Tanzkurs.
Forschung und Kultur
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