Um das Augsburger Friedensfest ist eine Grundsatzdebatte ausgebrochen. Wenn man so will: ein Unfrieden, der im Jahr 2022 begann. Als Programm-Motto für das traditionelle Friedensfest 2022 stand zuerst der Begriff „Wohnen“ im Gespräch, dann aber – auf Vorschlag von Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) – schwenkte die Planung um, auf das Thema „Zusammenhalt“. Und das war der Anstoß für die weitere Kritik, die in den vergangenen Monaten nun laut wurde: Wer definiert eigentlich die Leitlinien für das Fest? Sollte das Programm lebensnäher sein, niedrigschwelliger, weniger intellektuell? Und braucht das Fest überhaupt ein Motto? Über all das debattierten Stadtspitze, Kulturbeirat, Kulturausschuss und Friedensbüro. Die Diskussion berührte die Stadtgesellschaft, Leserbriefe zum Streit erreichten unsere Zeitung. Aber jetzt steht das Motto 2023 fest – und auch das Programm.
Friedensfest