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Mediengruppe Pressedruck: Neue Druckmaschine in Augsburg erfolgreich installiert

In eigener Sache

Neue Druckmaschine in Augsburg: Ein Meilenstein wird gesetzt

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    „Wir glauben an die Zukunft regionaler Medien“, sagen (von links): Dr. Bernhard Hock, Andreas Ullmann und Andreas Schmutterer.
    „Wir glauben an die Zukunft regionaler Medien“, sagen (von links): Dr. Bernhard Hock, Andreas Ullmann und Andreas Schmutterer. Foto: Marcus Merk

    Ein lautes Grollen schwillt an. Tonnenschwere Rollen und Walzen aus blitzendem Edelstahl setzen sich in Bewegung. Endlose Papierbahnen rasen durch Tore und Halterungen aus dunkelblau lackiertem Stahl. Der Boden unter den Füßen fängt an zu vibrieren. Es ist ein beeindruckendes, mit allen Sinnen zu erfassendes Schauspiel, das Hochfahren der neuen Druckmaschine der Mediengruppe Pressedruck im Augsburger Druckzentrum aus der Nähe zu erleben.

    Derzeit laufen noch letzte Arbeiten, um die hochmoderne Anlage in den Dauerbetrieb zu überführen. Erste Aufträge wie etwa die Deutsche Handwerkszeitung werden aber bereits produziert. Andreas Schmutterer, Vorsitzender der Geschäftsleitung am Standort Augsburg, ist begeistert von der Druckqualität der neuen Maschine: „Wir können unsere bisher schon sehr guten Ergebnisse noch einmal übertreffen.“

    Rund 30 Millionen Euro hat die Mediengruppe investiert

    Für die Mediengruppe Pressedruck ist die neue Druckmaschine eine der größten Investitionen der vergangenen Jahre. „Die Eröffnung ist ein wichtiger Meilenstein für unser Unternehmen“, sagt Dr. Bernhard Hock, ebenfalls Vorsitzender der Geschäftsleitung. „Mit der neuen Druckerei investieren wir bewusst in Qualität, Effizienz und die Zukunft unseres Verlages“, sagt er. „Wir schaffen die Voraussetzung, um unsere Leserinnen und Leser auch künftig mit hochwertigen Zeitungen und Informationen zu versorgen.“

    Nach 20 Jahren Betriebsdauer hatte die alte Druckmaschine im Medienzentrum das Ende ihres Lebenszyklus erreicht, erklärt Schmutterer. Rund 30 Millionen Euro hat das Unternehmen investiert. Jeweils rund ein Drittel der Summe floss in die neue Maschine selbst, in den Umbau des Gebäudes inklusive Schallschutz und Drucknebenaggregaten sowie in die neuen Weiterverarbeitungsanlagen.

    Rund 30 Millionen Euro hat das Unternehmen in die neue Druckinfrastruktur investiert. 
    Rund 30 Millionen Euro hat das Unternehmen in die neue Druckinfrastruktur investiert.  Foto: Marcus Merk

    Für Schmutterer ist es gut angelegtes Geld: „Mit der Maschine sind massive Effizienzsteigerungen und hohe Nachhaltigkeit verbunden. Wir gehen davon aus, dass der Energieverbrauch um ein Drittel sinkt, auch bei Farbe und Papier werden wir deutlich effizienter.“ Für die Mitarbeiter werde vieles leichter, sagt er. „Und für die Leserinnen und Leser liefern wir mit der neuen Maschine eine konstant hohe Druckqualität“, betont er.

    Der Aufbau einer so großen Anlage, während parallel in den bisherigen Strukturen weiterproduziert wird, war in vielerlei Hinsicht ein Kraftakt. Andreas Ullmann, Technikchef in Augsburg, erinnert sich noch gut an den Tag im Januar 2026, als nach jahrelangen Vorarbeiten der erste Lkw mit den bereits beim Hersteller Koenig & Bauer in Würzburg vormontierten Türmen der Maschine im Druckzentrum eintraf: „Es war ein Dienstag. Ich bin aus einer Besprechung zurück in den Technikbereich geeilt und habe mich gewundert, warum die meisten Arbeitsplätze nicht besetzt waren. Dann bin ich durch die Tür in die Halle gekommen, in der wir jetzt stehen und habe es verstanden: Das ganze Team war da und hat mitgefiebert, Fotos und Videos gemacht, während der Lkw in Position gebracht und geöffnet wurde.“ Diese Begeisterung des Teams für das Großprojekt habe bis heute angehalten.

    Bis zu 55.000 Zeitungen pro Stunde werden gedruckt

    Für die Mediengruppe Pressedruck ist die neue Druckmaschine eine Weichenstellung für das nächste Jahrzehnt. Pro Stunde laufen bis zu 55.000 Zeitungen über die Maschine. Gedruckt werden hier in rasendem Tempo 150.000 Exemplare der Augsburger Allgemeinen mit ihren Heimatzeitungen im nördlichen Schwaben und dem benachbarten Oberbayern. Dazu kommen bis zu 600.000 Ausgaben der Wochenzeitung Extra. Verarbeitet werden außerdem bis zu zehn Millionen Beilagen pro Woche.

    Dazu kommen zahlreiche Druckaufträge anderer Verlage und Unternehmen. „Mit unserer logistischen Infrastruktur und der Nähe zur A8 sind wir attraktiv für externe Partner“, erklärt Schmutterer. „Wir stärken die regionale Wirtschaft und sichern mit der Investition rund 300 Arbeitsplätze in Druckerei, Warenannahme Weiterverarbeitung und Versand.“ Zugleich ist die neue Druckerei eine entscheidende Geschäftsgrundlage, um den Sprung der regionalen Medien in das digitale Zeitalter zu bewerkstelligen.

    Mediengruppe Pressedruck nimmt eine der modernsten Druckmaschinen Deutschlands in Betrieb

    Neue Druckmaschine / Verlagshaus Lechhausen / Augsburger Allgemeine / Rotation / v.l. Dr. Berhnard Hock, Andreas Ullmann und Andreas Schmutterer
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    55.000 Zeitungen pro Stunde kann die neue Hochleistungsmaschine produzieren. An sechs Tagen in der Woche werden hier die Augsburger Allgemeine und ihre Heimatzeitungen gedruckt. Der Aufbau war die Höchstleistung eines ganzen Teams.

    „Wir glauben an die Zukunft regionaler Medien“, sagt Hock. „Gute journalistische Inhalte brauchen eine starke Produktion“, erklärt er mit Blick auf die rund 180 Redakteurinnen und Redakteure, die jeden Tag exklusive Nachrichten und vertiefende Hintergründe für die Leser erstellen. „Digital und Print sind für uns keine Gegensätze“, sagt Hock mit Blick auf die digitale Zukunft. „Unsere Leser nutzen unterschiedliche Kanäle.“ Die gedruckte Zeitung genauso wie E-Paper oder die Nachricht auf dem Smartphone. „Mit dieser Investition stärken wir einen wichtigen Anteil unseres Medienangebots und schaffen die Grundlage für die weitere Entwicklung unseres gesamten Verlages.“

    In Kürze geht die Maschine in den Dauerbetrieb

    Eine Weiterentwicklung bedeutet die neue Maschine für Ullmann und sein Team auch ganz direkt im beruflichen Alltag. Die Mannschaften müssen den Umgang mit der neuen Technik lernen, aber gleichzeitig auf den bestehenden Systemen weiterarbeiten, bis die Umstellung abgeschlossen ist. Die Materialflüsse in der Produktion, von Papier und Farbe bis hin zu den Druckplatten müssen parallel laufen. „Wir sind bei all den Herausforderungen genau im Zeitplan geblieben. Was mich aber am meisten freut ist, dass während all der Zeit hier eine besondere Atmosphäre entstanden ist. Alle arbeiten eng zusammen und wollen viel wissen über die Maschine, selbst über Aufgaben, die nicht in ihr direktes Arbeitsgebiet fallen“, erzählt Ullmann.

    Dass ein solches Projekt nur durch das Engagement vieler Menschen gelingen kann, wissen auch Bernhard Hock und Andreas Schmutterer: „Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Partnern, die die Eröffnung unserer neuen Druckmaschine möglich gemacht haben“, sagen sie. Nun naht der Tag, der das Großprojekt abschließt. Am Sonntag, 21. Juni, werden auch die Augsburger Allgemeine und alle ihre Heimatausgaben zum ersten Mal auf der neuen Maschine gedruckt und auf den Weg zu den Leserinnen und Lesern geschickt. Die können sich dann am Montagmorgen am Frühstückstisch selbst von der Qualität des Drucks überzeugen.

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