Gino F. sitzt starr auf der Anklagebank, den Blick auf Richter Michael Eberle gerichtet; es ist ein intensiver Moment. Gerade hat der 29-Jährige, dem Mord vorgeworfen wird, innerhalb weniger Minuten eine Art doppelte Kehrtwende vollzogen. Erst hat er in einer Prozesspause über seine Verteidiger gegenüber dem Gericht die Bereitschaft signalisiert, auszusagen. Dann, kurz darauf, hat er diese Bereitschaft zurückgenommen. Wie hält es der Angeklagte nun? Das möchte nicht nur das Gericht wissen. Immerhin geht es für den 29-Jährigen um nahezu alles – und die Beweislage gegen ihn hat sich inzwischen verdichtet.
Prozess in Augsburg
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