Salim A. hatte eine Geschichte parat, warum er auf gar keinen Fall abgeschoben werden oder in sein Heimatland zurückkehren könne. Seine Familie sei in Gefahr, erklärte er, weil sein Vater als Investigativjournalist im Irak Verbrechen von Milizen aufgedeckt habe. Er erzählte diese Version einmal im Laufe seines Asylverfahrens – und stieß auf taube Ohren. Die Richter des Verwaltungsgerichts glaubten ihm nicht. Offenbar zurecht, wie die weitere Entwicklung vermuten lässt: Salim A., 27 Jahre alt, lebte die letzten Jahre unauffällig in Augsburg. Er soll die Jahre zuvor allerdings als Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat aktiv in Kämpfe involviert gewesen sein. Nun ist das mutmaßliche IS-Mitglied wieder im Irak.
Augsburg
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