Als Polizei und Rettungsdienst am vergangenen Donnerstagvormittag am Fundort eintrafen, war es für Hilfe zu spät. Passanten hatten um etwa 10.45 Uhr einen leblosen Körper entdeckt, der nahe der Augsburger Luitpoldbrücke im Wertachkanal trieb. An einer Böschung mussten die Einsatzkräfte eine Leiche bergen. Wie in solchen Fällen üblich, liefen Polizeiermittlungen an, insbesondere zur Todesursache. Nun, nach einer Obduktion, gibt es dazu nähere Erkenntnisse.
Leichenfund im Wertachkanal: Rechtsmedizin stellt Todesursache fest
Bei der toten Person, die im Wertachkanal zwischen Wertach und Holzbachstraße gefunden wurde, handelte es sich nach Polizeiangaben um eine 57-jährige Frau mit Wohnsitz in Augsburg. Sie galt zuvor nicht als vermisst, wie ein Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte. Am Fundort waren neben Rettungskräften auch Polizeibeamte des Kriminaldauerdienstes – eine Art „Bereitschaftsdienst“ der Kriminalpolizei – im Einsatz. Ein hinzugerufener Arzt stellte eine unnatürliche Todesursache fest, nach ersten Untersuchungen am Fundort wurde der Leichnam dann in die Rechtsmedizin in München gebracht.
Die Obduktion dort fand am Montag statt. Wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage mitteilt, wurde dabei „Tod durch Ertrinken“ festgestellt. Die Ermittlungen, die wegen der Umstände automatisch eingeleitet worden waren, seien zwar nach wie vor nicht abgeschlossen. Es hätten sich aber keine Hinweise auf eine „Fremdeinwirkung Dritter“ ergeben. Bislang deutet also nichts auf eine Straftat oder gar ein Gewaltverbrechen hin. Vielmehr geht die Kriminalpolizei Augsburg nach derzeitigem Erkenntnisstand von einem Suizid aus.
Polizei findet in Augsburger Gewässern wie Lech und Wertach immer wieder Tote
Dass Leichen in Augsburger Gewässern wie Lech und Wertach gefunden werden, kommt nach Angaben des Polizeisprechers nicht häufig, aber doch immer wieder vor. Der Kriminaldauerdienst werde durchschnittlich drei- bis viermal pro Jahr zu entsprechenden Einsätzen gerufen, verteilt auf den gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord. Dieser umfasst neben der Stadt auch die Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg, Donau-Ries und Dillingen. Häufigste Ursache bei diesen Leichenfunden, so der Polizeisprecher, sei Suizid.
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