Die Kamera stand gut versteckt auf dem Boden zwischen der Wand und einer Couch. Sie war rund um die Uhr in Betrieb. Das Kamerabild zeigte nur den Staub auf dem Boden. Via Mikrofon zeichnete das Gerät jedoch alle Gespräche auf, die in diesem Raum geführt wurden. Zehn Tage lang, 24 Stunden am Tag. Beim Auszug aus der Wohnung entdeckte die belauschte 25-Jährige die Kamera. Und rief die Polizei. Ihr war klar, dass hinter der 24-Stunden-Überwachung nur ihr Ex-Freund stecken konnte. Der stand jetzt als Angeklagter vor Amtsrichterin Sandra Wierl. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Augsburg: Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes.
Prozess in Augsburg
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