Im Vorfeld des Festivals kam, wie auch schon in den Jahren zuvor, Kritik am Line-up auf. Doch die Frage ist: zu Recht? Zuerst einmal ist das Programm des Modular ein Spiegelbild des großen strukturellen Problems innerhalb der Live-Branche. Geld ist in großen Mengen vorhanden, doch davon profitiert nur ein kleiner Bruchteil der Künstler und Künstlerinnen – nämlich die großen Acts, für die Fans trotz Inflation und weiterer Krisen immer noch bereit sind, schwindelerregende Summen auszugeben. Vor allem für Shows internationaler Weltstars. Doch auch innerhalb eines Festivals in der Größenordnung des Modular gibt es Große und Kleine, wie Ski Aggu, der einen Löwenanteil des Budgets für Bands für sich beanspruchen dürfte. Dafür zieht er aber auch viele, vor allem junge Menschen an, die explizite Zielgruppe des Festivals, was die randvolle Kesselbühne am Freitagabend bewiesen hat.
Augsburg
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