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  3. Rente: Altersarmut in Augsburg: "Ich hab mich halt dran gewöhnt, dass nicht alles geht"

Rente
01.08.2021

Altersarmut in Augsburg: "Ich hab mich halt dran gewöhnt, dass nicht alles geht"

Lotte Wiedemann hat ihr Leben lang gearbeitet. Nicht ohne Folgen. Wegen der körperlich anstrengenden Arbeit brauchte sie neue Kniegelenke und erlitt einen Bandscheibenvorfall.
Foto: Jonathan Lindenmaier

Plus Nirgendwo in Bayern sind die Renten so niedrig wie in Augsburg. Eine Rentnerin erzählt, wie viel sie bezieht, wie sie sich das Geld einteilt und welchen Wunsch sie sich noch erfüllen möchte.

Der Stadtmarkt sei früher nicht so schön aber auch nicht so teuer gewesen, meint Lotte Wiedemann. Die 84-Jährige mit kurzem grauen Haar hat ihr gesamtes Leben in Augsburg verbracht. Auf ihren Rollator gestützt navigiert sie in der Sommersonne durch die von ausliegenden Bananen, Zucchini und Blumensträußen gesäumten Marktgassen und begutachtet die Preisschilder. „13 Euro für ein Kilo Weintrauben? Die spinnen doch“, sagt sie mit rauer Stimme.

Kaufen will sie nichts. Das Problem sind nicht die Preise auf dem Stadtmarkt – zumindest nicht nur. Die Renten in Deutschland sind knapp bemessen. So knapp, dass es in vielen Fällen kaum zum Leben reicht.

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Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

01.08.2021

Im Falle Augsburg - aber eigentlich im Falle der statistischen Daten unseres ganzen Landes - muss man fragen: Was lief - bzw. was läuft da falsch?

Österreich scheint eine etwas andere Einstellung zu Ihren Bürgern zu haben?
Da hört man - wurde das Rentensystem so gemacht, dass wir im Vergleich, angeblich 500 -1000 € mehr Rente hätten, ohne, dass das System die Volkswirtschaft mehr belastet hätte?

Das Geld ist ja nicht weg - sagt man doch?

Bezeichnend für die Situation ist, dass der Porschehändler in Augsburg - seine bereits tollen Verkaufshallen nun neu baut und luxuriös verdoppelt?

Da könnten man doch die Suppenküchen und Tafeln wenogstens etwas aufmöbeln? :-)

01.08.2021

"Da könnten man doch die Suppenküchen und Tafeln wenigstens etwas aufmöbeln? :-)"

Nein, dann zieht sich die Regierung noch weiter zurück. Warum mehr für Armutsrentner tun wenn es doch die Tafeln gibt, so scheint die Meinung von vielen zu sein. Suppenküchen und Tafeln müssen wieder so weit zurückgefahren werden wie es vor 40 Jahren der Fall war.

02.08.2021

Da bin ich ganz bei Ihnen - sollte ja bewusst zynisch und provozierend sein!
Denn dass es Suppenküchen und Tafeln im Deutschland-2021 überhaupt gibt - geben muss - ist eine Schande, während man prahlerisch in der ganzen Welt die Milliarden herumschmeißt und teure Prestigeprojekte finanziert.
Wenn man lesen muss, dass 80 % der Frauen-Renten unter der Armutsgrenze liegen - ist das nicht nur traurig, sondern eigentlich kriminell - denn mit den Diäten, die wir unseren Volkvertretern zahlen - kann man Lösungen erwarten!
Unter Lösungen verstehe ich nicht, die dazu nötigen zahllosen Beamten, die die Sozialhilfen/Harz-irgenwas bearbeiten und die Menschen mit m.M. unwürdigen Formularen und Anträgen demütigen - in warmen Büros und mit gut dotierten Bezügen?

01.08.2021

Da fällt mir nur ein Zitat von Warren Buffett ein: „Wenn du keinen Weg findest, im Schlaf Geld zu verdienen, wirst du bis an dein Lebensende arbeiten müssen.“
Oder wie heißt es in Unternehmerkreisen: Wer sich auf die Politik oder Bank verlässt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Übrigens, Beate Sander hat auch erst mit 59 Jahren angefangen, Geld zu investieren und musste nicht vom Munde absparen.