Um den Sport in Augsburg besser als bisher zu fördern, hat die Stadtratsfraktion Bürgerliche Mitte, FDP, Pro Augsburg einen Antrag auf die Errichtung eines weiteren Kunstrasenfeldes auf der Sportanlage Süd gestellt. Die derzeitige Kapazität an Sportflächen sei zu gering und das eine neue Kunstrasenfeld, das die Stadt derzeit in Nachbarschaft des Haunstetter Stadions plant, sei nicht ausreichend, um die künftigen Bedarfe zu decken, begründete Fraktionschef Hans Wengenmeir den Vorstoß. Dabei richtet er besonders den Blick auf die Fußballmannschaften des TSV Schwaben Augsburg, die nach ihren Aufstiegen einen erhöhten Bedarf an Trainingszeiten hätten.
Die männlichen Fußballer des TSV Schwaben Augsburg sind vor einigen Wochen ebenso in die Regionalliga aufgestiegen wie die erste Frauenmannschaft des Vereins. "Die Schaffung von einem zweiten, zusätzlichen Kunstrasenfeld mit Flutlicht auf der Sportanlage Süd würde die Gesamtsituation verbessern, zumal diese auch im Winter bespielbar sind und damit Belegungsengpässe in den Sporthallen entzerren würde", schreibt die Fraktion in ihrem Antrag und fordert die Verwaltung auf zur "umgehenden Planung und Errichtung". Die Kosten hierfür sollten noch in die Haushaltsplanungen 2025/2026 einfließen.
Neues Kunstrasenfeld in Haunstetten hat ein Finanzvolumen von 1,5 Millionen Euro
Dort befinden sich bereits die Unterlagen für das Kunstrasenfeld in Haunstetten, ein Platz der neuen Generation ohne schädliches Mikroplastik. Dieser wurde bereits durch die politischen Gremien genehmigt und wurde mit einem Gesamt-Finanzvolumen von 1,5 Millionen Euro berechnet. Für einen zweiten Platz in gleichem Umfang würden Kosten in ähnlicher Höhe anfallen. "Durch die neu entstandene Situation des Aufstiegs von beiden Schwaben-Mannschaften besteht vor allem auf der Sportanlage Süd akuter Handlungsbedarf", so Wengenmeir in seinem Antrag.
Neues Kunstrasenfeld dient den Augsburger Sportvereinen mit ihren knapp 100.000 Mitgliedern
Die drei Millionen Euro für den Sport sei mit Blick auf die Balance zwischen Kultur und Sport durchaus vertretbar, da die beiden Kunstrasenspielfelder etwa nur ein Prozent der Sanierungskosten des Theaters ausmachen würden. Die dafür aber knapp 100.000 Bürgerinnen und Bürgern in Augsburger Sportvereinen zugute kämen würden.