Sang- und klanglos stiegen die Tischtennisspieler des Post SV Augsburg vor einem Jahr aus der Verbandsliga in die Landesliga ab. Für den Renommierverein ein Desaster, für das es allerdings auch Gründe gab. Das Quartett um Thomas Wittl trat fast nie in bester Besetzung an, auch das Verletzungspech hatte gnadenlos zugeschlagen. Doch der sportliche Betriebsunfall wurde schnell wieder repariert, denn in dieser Spielzeit konnte der Post SV die Meisterschaft in der Landesliga und die Rückkehr in die Verbandsliga feiern. Die Ehrenrunde wurde souverän beendet. 32:4-Punkte standen zu Buche.
Freilich, der Verein hatte auch sonst große Sorgen. Man hatte sich mit dem Bau des hypermodernen Sportcampus im Sheridanpark finanziell übernommen, die Insolvenz drohte. Für Tischtennis-Abteilungsleiter Dieter Voigt stand fest: „Unserem gesamten Verein drohte das Aus“. Doch Insolvenzverwalter Georg Stemshorn und sein Büro leisteten ganze Arbeit. Sie fanden eine Lösung. Die Siegmund-Gruppe, ein Unternehmen aus Oberottmarshausen, erwarb den gesamten Sportpark. Neben den Basketballern der BG Leitershofen/Stadtbergen trainieren und spielen auch die Tischtennisspieler des Post SV in der Anlage. Die Siegmund-Gruppe ist auch Sponsor der Basketballer des FC Bayern und unterstützt zudem den FC Augsburg und den AEV, sowie etliche Amateurklubs.
Beim Post SV sind die Verantwortlichen glücklich, das Areal weiter nutzen zu können. Denn Tischtennis boomt bei den Postlern. Die Abteilung zählt rund 150 Mitglieder, die in zehn Herren-, vier Jugend- und zwei Damenteams spielen. „Im Training müssen wir 14 bis 18 Platten aufstellen“, schwärmt Dieter Voigt. Natürlich freut sich der ehemalige Spitzenspieler (u.a. mehrfacher bayerischer Meister) über den Zulauf an den insgesamt drei Trainingsabenden. Mittlerweile kommen auch wieder Talente aus ganz Schwaben zu den Übungseinheiten, die Oliver Gamm mit seinen Übungsleitern leitet.
Doch zurück zum Vorzeigeteam, der ersten Mannschaft. Tobias Vogelsang (30:6 Punkte), Jannis Grönert (23:9), Thomas Wittl (23:7) und Alexander Granovsky (16:7) bildeten die Stammbesetzung des Meisterteams, dazu kamen noch Nedim Lupic, Fabian Wiedemeyer, Dieter Voigt, Michael Gross und Levent Ortak zum Einsatz. Mit Isak Inac, der vom TSV Aichach in die Fuggerstadt wechselt, steht bereits der erste Neuzugang fest.
Doch wo Licht ist, gibt es auch Schatten. Die zweite Garnitur der Postler musste aus der Landesliga absteigen und tritt künftig in der Bezirksoberliga an die Tische.
Über die Relegation wollte auch der Tabellenzweite der Landesliga, die TSG Hochzoll, noch den Sprung nach oben schaffen. Dabei trafen die Hochzoller am Samstag in Königsbrunn auf Gastgeber TSV Königsbrunn und den SC Baldham Vaterstetten.
Allerdings, zum Sprung nach oben sollte es für die Hochzoller nicht reichen. In beiden Begegnungen hielten die in Bestbesetzung angetretenen Augsburger zwar gut mit, doch gegen Gastgeber Königsbrunn verlor das Team mit 4:6, gegen die Oberbayern aus Baldham gab es eine 3:7-Niederlage. In der Punktrunde gehörte Jörg Teichmann (25:9) zu den herausragenden Akteuren der Liga.
Die weiteren Bilanzen des Stamm-Quartetts: Paul Marx18:16) (15:13), Moritz von Hofer (18:12) und Tobias Thanner (18:16). Weiter zum Einsatz kamen: Hüzejir Dizdarevic, Mario Czogalla, David Wenninger und Tobias Braun. In der kommenden Spielzeit unternimmt die TSG nun den nächsten Anlauf.
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