Konzentriert hört Halid S. zu, was der Polizist im Zeugenstand über ihn berichtet. Der Angeklagte kennt den Beamten. Dieser hatte mit ihm, dem als „Kö-Schläger“ bekannten Straftäter, nach dessen Haftentlassung sogenannte Gefährderansprachen durchgeführt. In jenen Gesprächen soll Halid S. beteuert haben, er wolle nicht mehr straffällig werden. Nur wenige Wochen später, Ende März 2025, soll der 23-Jährige bei einer brutalen Schlägerei im Augsburger Nachtleben auf der Maximilianstraße wieder mit zugeschlagen haben. Am fünften Tag des Prozesses am Augsburger Landgericht, in dem er und vier Freunde auf der Anklagebank sitzen, geht es auch um sein Leben. Im Mittelpunkt aber stehen zwei Videos von der Schlägerei. Sie sollen entschlüsseln, von wem die anfängliche Aggression ausging: von den Angeklagten oder vom späteren Opfer?
Augsburg
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