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Zoo Augsburg reagiert mit Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe

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Augsburger Zoo reagiert mit Schutzmaßnahmen gegen die Vogelgrippe

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    Ende 2024 wurden im Augsburger Zoo drei Vögel positiv auf das Vogelgrippevirus getestet. Um einen erneuten Ausbruch zu verhindern, hat der Zoo schon vorgesorgt.
    Ende 2024 wurden im Augsburger Zoo drei Vögel positiv auf das Vogelgrippevirus getestet. Um einen erneuten Ausbruch zu verhindern, hat der Zoo schon vorgesorgt. Foto: Michael Hochgemuth (Archivbild)

    Bei vier Höckerschwänen und einem Silberreiher wurde vor einigen Tagen am Wertachausee bei Bobingen das Vogelgrippevirus nachgewiesen. Im Stadtgebiet Augsburg gibt es noch keine Nachweise, dass Vögel mit dem Virus infiziert sein könnten. Dennoch hat etwa der Augsburger Zoo längst Schutzmaßnahmen ergriffen. Denn dort waren Ende 2024 eine Brautente, eine Mandarinente und eine Brandgans positiv auf das aviäre Influenza Virus (H5N1) getestet worden.

    Wie Zookurator Thomas Lipp auf Anfrage erklärt, müsse man davon ausgehen, dass es auch den Zoo in Augsburg irgendwann einmal wieder treffen werde. „Die Wahrscheinlichkeit steigt in Zukunft für alle. Die Frage ist, wie man damit umgeht.“ In einem Workshop mit den zuständigen Behörden habe man deshalb erst kürzlich über dieses Thema diskutiert. Grundsätzlich, sagt Lipp, wäre aus seiner Sicht eine Impfung sinnvoll, die in anderen Ländern schon mit gutem Erfolg erprobt wurde. In Deutschland sei der Impfstoff allerdings noch nicht zugelassen. Unter anderem auch, weil sich nach der Immunisierung schwerer feststellen lässt, ob ein Vogel die Infektion aktuell in sich trägt.

    Vogelgrippe: Augsburger Zoo sieht sich gut vorbereitet

    Auch ohne Impfung sieht der Kurator den Zoo aber gut vorbereitet. Die Vögel, die sonst in der begehbaren Voliere zu sehen sind, wurden bereits vor einigen Wochen eingesperrt. Ebenso die Flamingos. Nach einigen technischen Umbauten auf der Pelikananlage sind auch die imposanten Vögel nun im warmen Inneren. „Das wären sie aber ohnehin, weil sie dort im Winter brüten“, sagt Lipp. Weiter draußen sind unter anderem noch die Vögel auf den Weihern.

    Dass sich dorthin ein infizierter Wildvogel verirrt, könne man nie ausschließen, sagt Lipp. Damit in einem solchen Fall die Pfleger das Virus aber nicht weiterverbreiten, habe man Desinfektionswannen aufgestellt. Daneben sei das Lager mit Schutzmaterial aufgefüllt worden. Durch die Auflagen in Folge des Ausbruchs Ende 2024 seien die Schutzmaßnahmen dem Personal in Fleisch und Blut übergangen, sagt Lipp. „Wir wissen, was wir zu tun haben.“

    Keine Stichprobentests auf das Virus im Augsburger Zoo

    Stichprobenartige Tests werden im Augsburger Zoo aktuell nicht durchgeführt. Verendete Tiere würden aber standardmäßig von der Pathologie untersucht. Nur bei einem positiven Befund würden auch lebende Vögel getestet. Bei einem solchen Test in der betroffenen Außenvoliere habe sich im vergangenen Winter gezeigt, dass viele der Tiere dort die Infektion durchgemacht und überlebt hatten. „Wir müssen lernen, mit der Vogelgrippe zu leben, nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr über“, so der Zookurator, der beim Ausbruch im vergangenen Jahr weder Sorgen des Personals noch vonseiten der Besucher gespürt hat.

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