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Zuletzt stand das Modular-Festival in Augsburg in der Kritik – das soll jetzt anders werden

Augsburg

Wer darf mitmachen beim Modular-Festival? Nach Ärger schauen die Macher genauer hin

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    Das Modular-Festival ist ein beliebtes Jugendfestival. Doch nach der Veranstaltung im vergangenen Jahr hagelte es Kritik.
    Das Modular-Festival ist ein beliebtes Jugendfestival. Doch nach der Veranstaltung im vergangenen Jahr hagelte es Kritik. Foto: Marcus Merk

    Fünf Wochen sind es noch bis zum Augsburger Jugendfestival Modular. Nach der Veranstaltung im vergangenen Jahr hatte es Kritik gehagelt. Zwei linksextreme Organisationen, die im bayerischen Verfassungsschutzbericht genannt wurden, waren Teil des Rahmenprogramms. Daneben kamen weniger Gäste als gedacht, was dem Stadtjugendring (SJR) ein Defizit bescherte. Dass das Minus kleiner ist als gedacht, gibt der Veranstalter nun bekannt. Alle diesjährigen Teilnehmer mussten zudem einen Demokratie-Check bestehen.

    Als vergangenes Jahr im Nachgang des Modular-Festivals bekannt wurde, dass mit dem „antikapitalistischen Klimatreffen Augsburg“ und dem „linken Zentrum Lilly Prem“ zwei Organisationen auf dem Jugendfestival vertreten waren, die im bayerischen Verfassungsschutzbericht stehen, schlugen die Wellen hoch. Der Stadtjugendring, der das Festival veranstaltet, musste sich daraufhin in verschiedenen Ausschüssen dazu äußern und handelte danach. Ein sogenannter Demokratie-Check wurde eingeführt, anhand dessen am Festival teilnehmende Organisationen geprüft wurden.

    Er ist aber auch dafür da, um Veranstaltungen in den Treffpunkten des Stadtjugendrings besser einordnen zu können. „Das gibt Klarheit in den Strukturen und bietet auch den Mitarbeitern mehr Sicherheit bei komplexen Entscheidungen“, sagt SJR-Geschäftsführerin Heidi Hofstetter. 24 Jugendverbände und -organisationen sind auf dem diesjährigen Festival, das vom 22. bis zum 24. Mai stattfindet, vertreten. Der Demokratie-Check hatte bereits Konsequenzen. „Zwei Bewerbungen haben unseren Anforderungen nicht entsprochen und wurden deshalb auch abgelehnt.“

    Modular in Augsburg: Das Defizit des vergangenen Festivals verkleinerte sich

    Auch die Besucherzahlen sorgten im vergangenen Jahr für Diskussionsstoff: Es kamen an den drei Tagen zwar über 25.300 Besucherinnen und Besucher, damit blieb der Stadtjugendring aber hinter seinen Erwartungen zurück. Ende Oktober, nachdem das Festival in weiten Teilen abgerechnet war, konnte der Veranstalter beziffern, wie hoch das Minus war: knapp 82.000 Euro. Kurz vor dem diesjährigen Modular-Festival hat SJR-Geschäftsführerin Heidi Hofstetter noch eine gute Nachricht parat. Nach den endgültigen Abrechnungen bleibe es zwar bei einem Minus. „Es liegt aber bei unter 50.000 Euro.“ Das Minus wurde aus der Betriebsmittelreserve ausgeglichen. In den vergangenen Jahren konnte das Non-Profit-Festival durch hohe Besucherzahlen ein Plus von 123.000 Euro aufbauen.

    Der Vorverkauf läuft laut SJR-Geschäftsführerin Heidi Hofstetter „erwartungsgemäß“

    Das Ziel war es, für das diesjährige Festival Einsparpotenziale zu finden. „Es wurden auch an manchen Stellen Einsparungen vorgenommen. Gleichzeitig gingen Kosten, etwa für Sicherheit und Technik, hoch“, sagt die SJR-Geschäftsführerin. Der Vorverkauf laufe „erwartungsgemäß“. Fünf Wochen vor dem Festival seien vor allem Tickets für Freitag mit Headliner Ski Aggu und Samstag gefragt. Für den dritten Öffnungstag gebe es im Kartenvorverkauf noch „Luft nach oben“. Für den Sonntag wurden aber erst jetzt die letzten Bands bekannt gegeben. Heidi Hofstetter freut sich über die „tolle Auswahl“ der Künstler und Bands, die die neue Festivalleiterin Cordula Baier zusammengestellt hat. Sie übernahm im November das Zepter und befindet sich derzeit im Krankenstand. Julia Appel, die seit 2022 Teil des Festivalteams ist und 2024 und 2025 in einer Doppelspitze das Festival leitete, ist eingesprungen und erhalte Unterstützung aus dem gesamten Team, so Hofstetter.

    Die SJR-Geschäftsführerin hofft, dass potenzielle Besucherinnen und Besucher nicht bis zuletzt abwarten, sondern sich frühzeitig eine Eintrittskarte sichern. Die Ticketpreise wurden nicht erhöht. Ein Dreitagesticket kostet 122 Euro. Schüler sowie Studenten zahlen dafür 96 Euro. Für ein Tagesticket werden 57,50 Euro, ermäßigt 43 Euro, fällig.

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