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2026 wird Tanken teurer – so viel mehr müssen Autofahrer für Benzin und Diesel zahlen

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2026 wird Tanken teurer – so viel mehr müssen Autofahrer für Benzin und Diesel zahlen

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    2026 kommen auf Autofahrer erhöhte Preise für Benzin und Diesel zu.
    2026 kommen auf Autofahrer erhöhte Preise für Benzin und Diesel zu. Foto: m.mphoto, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Autofahren bedeutet für viele Deutsche Freiheit und Unabhängigkeit. Es gibt jedoch eine Reihe von Ärgernissen, die den Alltag von Autofahrern auf der Straße erschweren: von Stau über Parkplatzmangel bis hin zu rücksichtslosem Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer. Und auch steigende Kraftstoffpreise können zur finanziellen Belastung werden, gerade für Vielfahrer.

    Ab 2026 müssen Autofahrer in Deutschland mit deutlich höheren Kosten an der Tankstelle rechnen. Der ADAC hat die geplanten Änderungen zur CO₂-Steuer unter die Lupe genommen, die einen direkten Einfluss auf die Preise für Benzin und Diesel haben. Wie tief müssen Autofahrer ab 2026 beim Tanken voraussichtlich in die Tasche greifen?

    CO₂-Steuer: Warum wird Tanken 2026 erneut teurer?

    Wie die Stiftung Warentest erläutert, verteuert der CO₂-Preis, auch CO₂-Steuer genannt, klimaschädliche Brennstoffe und soll dadurch Anreize schaffen, den Verbrauch zu senken oder auf umweltfreundlichere Technologien umzusteigen. Seit 2021 wird demnach auf Erdgas, Heizöl, Benzin und Diesel eine Abgabe fällig, die jähr­lich ansteigt. Die Einnahmen aus der CO₂-Bepreisung fließen in den Klima- und Transformations­fonds (KTF) der Bundes­regierung. Für Verbraucher bedeutet der CO₂-Preis höhere Sprit- und Heizkosten.

    So stieg die CO₂-Steuer zuletzt zum 1. Januar 2025 von 45 auf 55 Euro pro ausgestoßener Tonne Kohlendioxid, informiert der ADAC. Für Autofahrer hatte das im Vergleich zum Vorjahr einen Preisanstieg von rund drei Cent pro Liter Benzin und mehr als drei Cent pro Liter Diesel zur Folge. Ab dem kommenden Jahr wird der CO₂-Preis über die Versteigerung von Emissionszertifikaten festgelegt – zunächst innerhalb eines Rahmens von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Ab 2028 erfolgt die Preisbildung dann frei am Markt.

    So viel mehr müssen Autofahrer 2026 für Benzin und Diesel zahlen

    Der ADAC rechnet vor: Wenn man für 2026 einen Mittelwert für die CO₂-Steuer von 60 Euro pro Tonne zugrunde legt, würde Benzin etwa 17 Cent und Diesel rund 19 Cent mehr pro Liter kosten als ohne die Abgabe. Es handelt sich hierbei um die Gesamtkostensteigerung durch die CO₂-Abgabe im Vergleich zum Basisjahr 2020 ohne Abgabe – nicht um die Preissteigerung im Vergleich zum Vorjahr.

    Was bedeutet das aber konkret für Autofahrer, die 2026 tanken müssen? Wie viel man beim Tanken letztlich bezahlen muss, hängt laut ADAC auch von anderen Faktoren ab, etwa dem Ölpreis. Laut ADAC-Berechnung könnte sich die CO₂-Abgabe im Jahr 2026 so auswirken, dass Autofahrer rund drei Cent pro Liter Benzin und mehr als drei Cent pro Liter Diesel mehr als noch 2025 zahlen müssen.

    Immerhin: Laut der Bundesregierung soll der Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne im Jahr 2026 auch für 2027 gelten. Darauf einigten sich die beiden Vize-Fraktionsvorsitzenden Andreas Jung (CDU) und Esra Limbacher (SPD) laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Das bedeutet, dass es voraussichtlich 2027 zu keiner weiteren Preissteigerung bei Benzin und Diesel kommen wird – zumindest nicht aufgrund der CO₂-Steuer.

    Entwicklung der Spritpreise für Benzin und Diesel

    In der folgenden Tabelle mit Daten des ADAC sieht man die Entwicklung der CO₂-Steuer beim Tanken seit 2021, wobei sich der Preisanstieg immer auf das Basisjahr 2020 bezieht:

    JahrPreis CO₂/TonnePreisanstieg/Liter BenzinPreisanstieg/Liter Diesel
    202125 Euroca. 7 Centcirca 8 Cent
    202230 Euroca. 8,4 Centcirca 9,5 Cent
    202330 Euroca. 8,4 Centcirca 9,5 Cent
    202445 Euroca. 12,7 Centcirca 14,2 Cent
    202555 Euroca. 15,7 Centcirca 17,3 Cent
    202655 bis 65 Euro15,7 bis 18,6 Cent17,3 bis 20,5 Cent
    202755 bis 65 Euro15,7 bis 18,6 Cent17,3 bis 20,5 Cent

    Eine weitere Übersicht des ADAC zeigt die Entwicklung der Kraftstoffpreise seit 2021:

    Jahrdurchschnittlicher Spritpreis: Super E10durchschnittlicher Spritpreis: Diesel
    2021152,2 Cent pro Liter138,5 Cent pro Liter
    2022186,0 Cent pro Liter194,6 Cent pro Liter
    2023179,1 Cent pro Liter172,2 Cent pro Liter
    2024173,9 Cent pro Liter164,9 Cent pro Liter

    Das teuerste Tankjahr aller Zeiten war laut ADAC 2022. Für das Jahr 2025 liegen derzeit nur Werte bis Oktober vor. Demnach liegt der durchschnittliche Spritpreis für Super E10 bisher bei 172,2 Cent pro Liter, für Diesel bei 161,9 Cent pro Liter.

    Übrigens: Die Kosten fürs Autofahren könnten sich ab 2026 für einige Menschen auch wegen der neuen Kfz-Regionalklassen verändern. Je nach Schadensstatistik der eigenen Region muss man mit höheren Kosten rechnen oder darf sich auf günstigere Konditionen bei der Kfz-Versicherung freuen.

    Wie können Autofahrer beim Tanken sparen?

    Wer an der Zapfsäule sparen will, kann auf ein sparsameres Auto wechseln, das weniger Kraftstoff verbraucht. Auch eine optimierte und vorausschauende Fahrweise kann helfen, den Verbrauch zu reduzieren, empfiehlt der ADAC. Wer auf ein E-Auto umsteigt, ist von steigenden Kraftstoffpreisen unabhängig.

    Spritpreise schwanken im Tagesverlauf deutlich, weshalb ein wichtiger Tipp des ADAC lautet, abends statt morgens zu tanken. Laut einer Auswertung des Verkehrsclubs ist Tanken zwischen 19 und 20 Uhr sowie zwischen 21 und 22 Uhr am preiswertesten. Morgens kurz nach sieben Uhr ist Benzin im Schnitt 12,5 Cent teurer, Diesel 13,3 Cent. Außerdem rät der Automobilklub, Spritpreise an Tankstellen zu vergleichen: Die erstbeste ist nicht immer die günstigste und vor allem Autobahntankstellen sind deutlich teurer.

    Übrigens: Das Bundesland Baden-Württemberg will den täglichen Preisschwankungen an Tankstellen einen Riegel vorschieben und hat eine Initiative in den Bundesrat eingebracht, nach der nur noch einmal täglich die Preise erhöht werden dürften. Beim ADAC sieht man die Spritpreisbremse kritisch – sie könnte sich sogar nachteilig für Verbraucher auswirken, wenn die Tagesdurchschnittspreise durch eine solche Regulierung steigen.

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