Wer sich ein neues Auto anschaffen möchte, muss viele Überlegungen anstellen. Schließlich wird die eingebaute Technik in Fahrzeugen immer komplexer. Macht sie das besser oder eher anfällig für Fehler? Hier kann die Pannenstatistik des ADAC helfen. Sie zeichnet ein Bild davon, welche Autos zuverlässige Begleiter sind und entlarvt Schwachstellen, auf die man künftig achten sollte.
ADAC-Pannenstatistik: Welche Autos sind zuverlässig?
Entgegen der verbreiteten Skepsis zeigt die ADAC-Pannenstatistik 2026: Moderne Autos sind trotz komplexerer Technik keineswegs anfälliger für Fehler. Die Experten des ADAC werteten 158 Modellreihen von 27 Herstellern aus. Insgesamt zeigt diese Betrachtung sogar eine gestiegene Zuverlässigkeit: 74 Baureihen gelten als äußerst zuverlässig, nur 16 Modelle fallen in einzelnen Baujahren negativ auf.
Besonders deutlich wird der Fortschritt im Langzeitvergleich: Während 2015 noch 3,6 Prozent der fünf Jahre alten Fahrzeuge eine Panne hatten, waren es 2025 nur noch 2,1 Prozent. Bei zehn Jahre alten Autos halbierte sich die Pannenquote sogar von 6,5 auf 3,1 Prozent. Gleichzeitig steigt das Durchschnittsalter der Fahrzeuge kontinuierlich. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass Autos heute eine längere Lebenszeit haben als noch vor ein paar Jahren.
ADAC-Statistik: Welches Problem sorgt für die meisten Pannen?
Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt eine Schwachstelle bestehen. Die 12-Volt-Starterbatterie ist laut ADAC mit Abstand die häufigste Pannenursache. Im Jahr 2025 gingen 45,4 Prozent aller Einsätze der ADAC-Straßenwacht auf ihr Konto. Fast jede zweite Panne wird demnach durch eine leere oder defekte Batterie verursacht.
Damit hat sich die Problematik sogar verschärft. Im Jahr 2015 lag der Anteil noch bei 35,7 Prozent. Der ADAC vermutet als Grund für die steigenden Probleme der Batterie die zunehmende Elektrifizierung. Moderne Fahrzeuge haben damit mehr Stromverbrauch, der die Batterie stärker belastet.
Weitere Probleme, die laut Statistik für Pannen sorgten, waren:
- Motorprobleme beziehungsweise Defekte an der Motorelektronik (21,8 Prozent),
- Probleme mit Anlasser, Generator oder Bordnetz (10,4 Prozent),
- Reifenschäden (8,9 Prozent) und
- Defekte an Schließsystemen (6,8 Prozent).
ADAC: Wie zuverlässig sind Elektroautos?
Elektroautos schneiden im direkten Vergleich besser ab als klassische Verbrenner. Bei zwei Jahre alten Fahrzeugen verzeichnete der ADAC 2025 nur 2,1 Pannen pro 1000 Elektroautos. Bei Verbrennern waren es 5,8 Pannen. Auch mit zunehmendem Alter bleibt dieser Vorsprung bestehen.
Der Grund liegt laut ADAC in der einfacheren Technik: Elektromotoren haben deutlich weniger bewegliche Teile und sind weniger verschleißanfällig. Dennoch bleibt auch hier die Starterbatterie ein kritischer Punkt, da sie das gesamte Bordnetz versorgt. Hier sollte man deshalb das eigene Fahrverhalten anpassen, um stromfressendes Fahren zu vermeiden.
Autopannen vermeiden: Was Autofahrer tun können
Die Statistik zeigt: Wer Pannen vermeiden will, sollte vor allem die Batterie im Blick behalten. Ihre Lebensdauer liegt im Schnitt bei fünf bis sechs Jahren, oft versagt sie jedoch früher. Regelmäßige Checks, gelegentliches Nachladen und der rechtzeitige Austausch können einen Ausfall verhindern.
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