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Alkohol-Wegfahrsperre fürs Auto: Das gilt für jeden Neuwagen ab Juli 2026

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Alkohol-Wegfahrsperre fürs Auto: Das gilt für jeden Neuwagen ab Juli 2026

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    Die Voraussetzungen für die Installation einer Alkohol-Wegfahrsperre müssen in der EU in allen Autos gegeben sein.
    Die Voraussetzungen für die Installation einer Alkohol-Wegfahrsperre müssen in der EU in allen Autos gegeben sein. Foto: Andrey Popov, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Jedes Jahr sterben Tausende Menschen auf europäischen Straßen. Im Jahr 2025 lag die Zahl der Verkehrstoten in der Europäischen Union (EU) bei rund 19.400, informiert die Europäische Kommission in einer Pressemitteilung. Immerhin ein leichter Rückgang um etwa drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit einem solchen möchte sich die EU allerdings nicht zufriedengeben, sie hat ambitionierte Ziele: bis 2050 soll die Zahl der Verkehrstoten auf einen Wert nahe null gesenkt werden. Um das zu erreichen, führt die EU nach und nach neue Regelungen ein. Im Juli 2026 tritt nun eine Vorgabe in Kraft, die den Weg für eine Wegfahrsperre fürs Auto frei macht.

    Messgerät für den Atemalkohol: EU macht Voraussetzung bei jedem Auto zur Pflicht

    Die EU möchte die Voraussetzung für eine Wegfahrsperre fürs Auto schaffen. Konkret geht es um die EU-Verordnung 2019/2144, die zumeist als General Safety Regulation 2 (GSR II) bezeichnet wird. In dieser ist unter anderem festgehalten, dass ab dem 1. Juli 2026 jedes Auto, das in der EU verkauft wird, eine vorinstallierte Schnittstelle besitzen muss, die es erlaubt, eine Atemalkohol-Wegfahrsperre nachzurüsten. Laut dem Amtsblatt der EU gibt es eine Übergangsphase von einer Woche, ab dem 7. Juli 2026 ist die Regelung verpflichtend. Zuvor hatte sie bereits für bestimmte Baureihen gegolten.

    Ein eingebautes Messgerät für den Atemalkohol wird vorerst nicht zur Pflicht. Die EU möchte aber die Grundlage für ein entsprechendes Gesetz schaffen, das zunächst wohl mehrfach negativ aufgefallene Verkehrssünder und Kraftfahrer betreffen könnte. Um den Einbau eines entsprechenden Gerätes zur Pflicht zu machen, bräuchte es laut SWR wohl eine richterliche Anordnung. Laut der EU-Regelung kommt dann nur ein nach EN 50436 zertifiziertes Alcolock-Gerät infrage.

    Wie funktioniert die Alkohol-Wegfahrsperre?

    Die Idee der Wegfahrsperre ist simpel: Wenn ein entsprechendes Gerät, das Alcolock, eingebaut ist, muss die Person, die sich ans Steuer setzt, zunächst einen Alkoholtest machen. Dieser funktioniert laut SWR durch das Hineinblasen in das Gerät, wie es auch bei den Messgeräten der Polizei der Fall ist, die bei Kontrollen eingesetzt werden. Wenn der gemessene Wert den eingestellten Grenzwert übersteigt, blockiert die Wegfahrsperre den Zündvorgang. Die Folge: Das Fahrzeug kann nicht mehr gestartet werden.

    Aus technischer Sicht besteht das Alcolock laut dem Portal pcgameshardware.de aus zwei zentralen Komponenten: dem Mundstück mit einem elektrochemischen Sensor, in das hineingepustet werden muss, und einer Steuereinheit, die den Stromfluss zum Starter-Relais kontrolliert und unter dem Armaturenbrett verbaut ist.

    Was will die EU mit dem Alcolock für Autos erreichen?

    Das Alcolock soll in Zukunft einen Teil dazu beitragen, die Verkehrstoten auf europäischen Straßen zu verringern. Der SWR berichtet, dass die EU derzeit davon ausgeht, dass rund 5000 der knapp 20.000 Verkehrstoten im Jahr auf Unfälle zurückzuführen sind, bei denen mindestens ein Verkehrsteilnehmer alkoholisiert ist. Bis 2030 soll die Zahl halbiert werden, bis 2050 auf null gesenkt. „Vision Zero“ nennt sich das Projekt der EU.

    Ob ein mögliches Gesetz zur Alkohol-Wegfahrsperre zukünftig nur für Personen gelten soll, die Verkehrsdelikte in Verbindung mit Alkohol begangen haben, gab die EU bislang nicht bekannt (Stand: 3. Juni 2026). Bislang gibt es auch noch keine offizielle Ankündigung eines Gesetzes, welches auf die Verordnung aufbaut, die im Juli 2026 in Kraft tritt. Es ist allerdings denkbar, dass im Zuge der „Vision Zero“ noch eine für die EU flächendeckende Regelung getroffen wird.

    In Italien sollte bereits im März 2026 die Pflicht einer Wegfahrsperre für Alkoholsünder in Kraft treten, berichtet der SWR. Allerdings gestaltet sich die Umsetzung schwierig, da nur wenige Werkstätten das Alcolock einbauen können und viele Autos nicht kompatibel sind. Durch die neue EU-Verordnung soll ein solches Problem von Beginn an ausgeschlossen werden.

    Auch interessant: Es gibt Verkehrsdelikte, bei denen der Führerschein für immer weg sein kann. Manche haben mit Alkohol am Steuer zu tun.

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